Rohstoffe
Goldman Sachs senkt Goldprognose

Mit der anziehenden US-Konjunktur lässt nach Meinung der Experten von Goldman Sachs das Interesse der Anleger an Gold weiter nach. Sie sind nicht die einzigen, die mit einem fallenden Goldpreis rechnen.
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Frankfurt.Die Analysten von Goldman Sachs rechnen angesichts einer Erholung der US-Konjunktur weiter mit einem sinkenden Goldpreis. Dafür spreche auch die erwartete Rückführung von Anleihekäufen durch die US-Notenbank Fed, schrieben die Analysten in einer am Donnerstag verbreiteten Studie. Für das vierte Quartal rechnen die Analysten nur noch mit einem Goldpreis von 1320 Dollar je Feinunze, nach bisher 1375 Dollar.

Bis Ende 2014 werde der Preis weiter auf 1050 Dollar sinken. Im Schnitt dürfte Gold 2014 bei 1144 Dollar notieren. Langfristig erwarten die Analysten einen Preis von im Schnitt 1200 Dollar. Die Aussicht auf ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der Fed hat Gold als Inflationsschutz für viele Anleger in diesem Jahr unattraktiv gemacht. Noch Ende 2012 hatte eine Feinunze etwa 1674 Dollar gekostet. Am Donnerstag kostete eine Feinunze 1337,41 Dollar und lag damit 0,4 Prozent höher als am Vorabend.

Nach Berechnungen der Goldman-Sachs-Analysten hat der Goldpreis im dritten Quartal 2013 im Schnitt bei 1328 Dollar notiert, so niedrig wie zuletzt im dritten Quartal 2010. Bis Klarheit über die Drosselung der US-Geldflut herrsche werde der Preis voraussichtlich in einer Spanne von 1250 bis 1350 Dollar schwanken. Noch im Frühjahr hatten die Analysten für 2014 mit einem Goldpreis von 1750 Dollar gerechnet, wovon sie im März aber schon abgerückt waren.

Auch die US-Bank Morgan Stanley rechnet im kommenden Jahr mit einem Abwärtstrend beim Gold. Wir empfehlen an diesem Punkt im Zyklus die Finger von Gold zu lassen”, sagte Joel Crane, Analyst in Melbourne, am Donnerstag. In einer Studie vom 7. Oktober hieß es von der Bank, dass die Rücknahme der Bondkäufe durch die Fed verschoben, aber nicht aufgehoben” sei und der Haushaltsstreit in den USA beigelegt werde, bevor es zu einer Zahlungsunfähigkeit komme. Daher sehen wir auf kurze Sicht oder nächstes Jahr wenig Aufwärtspotenzial für Gold.”

Laut Morgan Stanley wird der Goldpreis 2014 im Schnitt 1313 Dollar pro Unze betragen - und damit niedriger ausfallen als die Prognose von 1420 Dollar für dieses Jahr. Der Trend setze sich fort: Im Jahresschnitt falle der Goldpreis wohl bis ins Jahr 2018 hinein.

Agentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rohstoffe: Goldman Sachs senkt Goldprognose"

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  • Prima! Wenn Gold wieder billiger wird kann ich mir es dann vielleicht auch wieder kaufen!

  • Goldman Sachs senkt Prognose - d.h. Goldman Sachs ist derzeit long Gold.

    Wenigstens ein zuverlässiger Kontraindikator ;)

  • Ich bin kein Anhänger von Verschwörungstheorien - aber liebe Leute von GS: "Your time is over"

    DER GOLDPREIS WIRD ZUKÜNFTIG NICHT MEHR AN DER WALLSTREET GEMACHT, SONDERN IN CHINA!!!

    Währen viele westlichen Investoren ihr Papergold und ihre ETFs verkaufen, importieren die Asiaten und insbesondere China physisches Gold als wären es Reiskuchen!

    China hat alleine dieses Jahr 1200 tons via Hongkong importiert- davon kamen 500 tons aus Londoner Beständen, vermutlich ETFs.

    Während die Amis ihr ETF Gold über den Zaun werfen, werfen die Chinesen Dollars über den Zaun. Und solange das so ist, würde ich bzgl. GS Prognosen vorsichtig sein.

    Der Goldpreis wird durch Papergold gemacht, klar - aber das hat m.E. wenig mit dem phyischen Markt zu tun. Die COMEX Bestände an Gold sind niedrig wie lange nicht - und viele "Leihcontracts" werden aufgekündigt und Gold repatriiert.

    Vermutlich kaufen GS und JPM und die ganzen anderen großen Jungs ohnehin in große Stil physisch Gold und legen es sich in den Keller - und lachen den Rest von uns aus.

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