Rohstoffe
Goldman Sachs setzt auf steigende Kurse

Goldman Sachs erwartet weiterhin steigende Preise für Öl und Industriemetalle. Dieser Sicht schlossen sich am Dienstag auch die Anleger an den Rohstoffmärkten an, kauften zu und sorgten für steigende Kurse.
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Frankfurt Unterstützung erhielten die Preise zudem vom wieder etwas schwächeren Dollar. Er verbilligt Rohstoffe für Anleger außerhalb der USA, was die Nachfrage tendenziell erhöht. Wegen dieses Zusammenhangs reagieren viele Handelssysteme mit Rohstoffkäufen auf einen fallenden Dollar - und umgekehrt. 

Der Preis für ein Fass US-Öl der Sorte WTI stieg um 1,5 Prozent auf 99,17 Dollar. Nordseeöl der Sorte Brent wurde mit 111,85 Dollar 1,6 Prozent höher gehandelt. Die US-Bank Goldman Sachs, die mit ihre Einschätzungen oft marktbewegend ist, erhöhte ihre Prognose für Nordseeöl der Sorte Brent zum Jahresende auf 120 von bislang 105 Dollar je Fass. Ende 2012 sieht sie den Preis bei 140 (120) Dollar. Sein Allzeithoch erreichte der Brent-Preis am 11. Juli 2008 mit 147,50 Dollar. 

Der Markt werde sich 2012 unter anderem wegen der steigenden Treibstoff-Nachfrage auf ein kritisches Niveau verengen und der Ölpreis werde deutlich ansteigen, hieß es in der Studie. Auch bei Industriemetallen rechnet die Bank mit steigenden Notierungen, unter anderem weil das größte Kupfer-Verbraucherland China in den kommenden Monaten wieder verstärkt auf dem Weltmarkt einkaufen werde. Der Preis für eine Tonne Kupfer kletterte in London um 1,8 Prozent auf 8948 Dollar und erholte sich damit teilweise von seinem dreiprozentigen Rückgang am Montag. Das als Korrosionsschutz verwendete Zink wurde mit 2183 Dollar je Tonne drei Prozent höher gehandelt. 

Der Goldman-Prognose für den Ölpreis wiedersprachen die Experten der italienischen Großbank Unicredit. Sie sehen einer Studie zufolge den Preis für ein Fass Brent Ende des Jahres „in Richtung 100 Dollar“ pro Fass. „Ursache hierfür ist eine leichte Abschwächung der Weltkonjunktur und der hohe Benzinpreis“, heißt es in der Studie. 

Angesichts der Unsicherheit wegen der weiterhin ungeklärten Finanzverfassung Griechenlands blieb Gold gefragt. „Der Goldpreis profitiert weiterhin von der unsicheren Lage“, heißt es in einem Marktkommentar der Commerzbank. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls stieg auf Rekordhochs von 1081,76 Euro beziehungsweise 944,18 Pfund Sterling. Zugleich verteuerte sich die Feinunze Gold um 0,3 Prozent auf 1519,91 Dollar, womit die Notierung rund 55 Dollar unter ihrem zu Monatsbeginn erreichten Rekordhoch lag. 

Nachfolgend die Londoner Vormittagsfixings der wichtigsten Edelmetalle vom Dienstag. Alle Angaben in Dollar je Feinunze (31,1 Gramm): 

Edelmetall-Fixings Aktuell 23.05.11 

Gold 1.520,75 1.510,50

Silber 35,85 34,70

Platin 1.761,00 1.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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