Rohstoffe
Goldpreis markiert neuen Rekord

Nach der Veröffentlichung starker Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die Preise für Rohstoffe erneut zugelegt. Öl erreichte mit moderaten Aufschlägen das höchste Preisniveau seit zwei Jahren. Auch der Goldpreis markierte ein neues Rekordhoch - allerdings aus anderen Gründen.
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HB FRANKFURT. Der Goldpreis erreichte am Kassamarkt mit bis zu 1.397,80 Dollar je Unze einen neuen Rekord, nachdem er am Vortag bereits 3,3 Prozent zugelegt hatte. Silber kletterte 1,6 Prozent auf 26,72 Dollar je Unze - ein neues 30-Jahres-Hoch. Am Donnerstag war der Preis um 5,8 Prozent hochgeschnellt.

"Die Märkte erkennen, dass die quantitative Lockerung den Dollar erheblich schwächt", sagte Frank McGhee von Integrated Brokerage Services in Chicago. "Letztlich macht die Fed unsere Währung so schwach wie möglich. Das stimmt für Gold extrem optimistisch."

Rohöl hat sich im Tagesvergleich um 0,3 Prozent verteuert. Die US-Sorte West Texas Intermediate zur Lieferung im Dezember kostete 86,77 Dollar je Barrel. Die Arbeitsmarktdaten haben den Energiemarkt "sehr gestützt", sagte John Kilduff, Partner beim Hedgefonds Again Capital LLC in New York. "Wenn die Arbeitslosenzahlen anfangen besser zu werden, sollte die Benzinnachfrage anziehen und bei den Raffinerien ist mit einer Produktionserhöhung zu rechnen."

Der Kupferpreis kletterte auf den höchsten Stand seit 28 Monaten. In New York wurde der Dezember-Kontrakt für das Industriemetall mit bis zu 3,9795 Dollar je Pound (0,45 Kilogramm) gehandelt und damit 1,7 Prozent über dem Schlusswert vom Vortag. Nickel verteuerte sich in London um ein Prozent, Zink wurde 0,7 Prozent teurer.

Im Oktober sind in den USA 151 000 neue Arbeitsplätze entstanden, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Der Anstieg übertraf alle Erwartungen, die Volkswirte in einer Bloomberg-Umfrage geäußert hatten.

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