Rohstoffe
Goldpreis nimmt Kurs auf 1 000 Dollar

Die Nachfrage von Investoren nach Gold ist ungebrochen. Käufe von mit Gold hinterlegten börsengehandelten Fonds trieben den Preis in Euro auf ein neues Allzeithoch und in Dollar bis auf 925 Dollar. Bei anderen Rohstoffen ist das Bild hingegen gemischt: Während sich Industriemetalle weiter verbilligen, hat sich der Preis für Rohöl stabilisiert.

HB FRANKFURT. Aus Furcht vor einer weltweiten Rezession haben Anleger am Freitag verstärkt zu den als sicher geltenden Edelmetallen gegriffen. Im Gegenzug gerieten die Preise für Basismetalle erneut ins Rutschen.

Gold baute seine Vortagesgewinne aus und verteuerte sich auf 925 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). In Euro gerechnet erreichte es zeitweise ein Rekordhoch. Investoren mussten bis zu 720 Euro pro Feinunze zahlen. "Die robuste Investmentnachfrage ist momentan der treibende Faktor für den Goldpreis, während die Schmucknachfrage aufgrund der Wirtschaftskrise und der hohen Preise zuletzt eingebrochen ist", sagte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg.

Der Edelmetall-Bestand des weltgrößten mit Gold hinterlegten börsengehandelten Fonds, der SPDR Gold Trust, war am Donnerstag nach schwachen US-Konjunkturdaten auf ein Rekordhoch von 843,59 Tonnen geklettert. "Gleichwohl setzt die schwache Schmucknachfrage dem Goldpreisanstieg Grenzen", betonte Weinberg.

Bei den Industriemetallen verlor Kupfer den dritten Tag in Folge und verbilligte sich um drei Prozent auf 3130 Dollar je Tonne. Das für die Stahl-Herstellung benötigte Nickel brach in der Spitze sogar um 5,7 Prozent auf 10 750 Dollar ein. "Einige Leute sind sehr besorgt darum, was in China in der zweiten Jahreshälfte passieren wird", sagte Rohstoffstratege Stephen Biggs von RBS Global Banking & Markets. Börsianer sind sich uneins, ob die Nachfrage aus China nach dem Ende des dortigen Neujahrsfestes wieder anzieht.

Rohöl konnte sich dank besser als erwartet ausgefallener US-Konjunkturdaten am Freitagnachmittag von seinem Vortagesrutsch erholen. Der Preis für die richtungweisende US-Sorte WTI kletterte um zwei Prozent auf 42,16 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich sogar um 2,8 Prozent auf 46,66 Dollar.

Weitere größere Kursgewinne sind Börsianern zufolge aber erst dann zu erwarten, wenn die im Dezember angekündigten Förderkürzungen der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) Wirkung zeigten. Davon sei bislang kaum etwas zu spüren, sagte Commerzbank-Experte Weinberg. "Der Beratungsfirma Oil Movements zufolge wurden bislang erst die Kürzungen vom September und Oktober umgesetzt.

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