Rohstoffe
Goldpreis schießt nach unten

Der Goldpreis war bereits auf ein Fünf-Jahres-Tief gerutscht – und fällt am Montag deutlich weiter. Vor allem im asiatischen Handel hatte es heftige Abschläge gegeben. Experten glauben, dass keine Besserung in Sicht ist.
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FrankfurtEs scheint sich alles gegen das Gold verschworen zu haben: Der Dollar, die Zinsen, die Rohstoffe, die Inflation, die Spekulanten, die Goldfonds – und jetzt auch noch die Chinesen. Der Goldpreis ist heute so tief wie zuletzt vor fünf Jahren. Im asiatischen Handel durchschlug er kurz die Marke von 1100 Dollar je Unze nach unten. In Europa wurden wieder über 1110 Dollar für die 31,1 Gramm gezahlt.

Der kurzfristige Absacker am Montag früh hatte weniger mit den erwähnten Faktoren zu tun, sondern war anscheinend ausgelöst durch kurzfristig orientierte Trader. Schon in den Vorwochen hatten die spekulativen Positionen, die an den wichtigen Terminbörsen auf einen Preisverfall setzen, hohe Werte erreicht. Außerdem lagen im Bereich 1140 bis 1150 Dollar wichtige Unterstützungslinien, die in der jüngeren Zeit immer gehalten hatten. Werden Niveaus verletzt, löst das Anschlussliquidationen aus. „Der plötzliche Sturz scheint ausgelöst durch Stop-loss-Verkäufe, die nichts mit den Fundamentaldaten zu tun haben“, sagte deshalb ein Händler in Schanghai.

Die sinkende Beliebtheit bei den Investoren spiegeln auch die weiter fallenden Bestände bei den großen Goldfonds wider. Vom Top von knapp über 2600 Tonnen vor drei Jahren sind heute nur noch 1600 Tonnen übrig. Die Differenz entspricht etwa einem Drittel der jährlichen Minenproduktion. Der Trend gibt einen Hinweis auf die sinkende Popularität breiter Anlegerkreise, die hier schnell bei Gold ein- und aussteigen können – ohne mit den Problemen des physischen Erwerbs wie Lieferzeiten, Lagerung, Versicherung kämpfen zu müssen.

Die Abwärtsdrift hatte sich bereits in der vergangenen Woche angedeutet. Sie wurde ausgelöst durch eine Bestätigung der US-Notenbankchefin Janet Yellen, sie werde die Leitzinsen noch in diesem Jahr erhöhen. „Die damit verbundene Stärkung des Dollars setzte den Goldpreis unter Druck“, urteilt Philip Klapwijk, Leiter der Beratungsfirma Precious Metals Insights in Hongkong. Die Verbindung Dollar-Zinsen-Gold ist so zu erklären: Höhere Zinsen machen den Dollar als Anlagewährung attraktiver, darunter leidet Gold, dem Metall, das als Alternativwährung zur Weltleitwährung angesehen wird. Bereits am Freitag war der Goldpreis auf ein neues Fünfjahrestief gefallen.

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China und Iran dämpfen die Stimmung

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  • „Goldpreis schießt nach unten“ und „Experten glauben, dass keine Besserung in Sicht ist.“

    Ich denke darüber anders.
    Das hübsche gelbe Edelmetall faszinierend die Menschheit seit eh und je. Wer sich mit dem Bergbau etwas beschäftigt, weiß, dass das Edelmetall nicht unendlich abgebaut werden kann. In meinem Bekanntenkreis bin ich mit einem älteren Bergmann befreundet. Er arbeitete 40 Jahre im Bergbau über und unter Tage. Eine wahnsinnige Leistung.

    Er ist ein Sammler von Kristallen, Edelmetallen und seltenen Gestein.
    Wie er teile ich seine Meinung, dass in vielen Bereichen der Elektronik auf den Superleiter dem Gold nicht verzichtet werden kann. Ich kenne die alte Röhrentechnik in Radarstationen. Die Stifte vieler Röhren wurden vergoldet um eine stabile Leitfähigkeit zu gewährleisten. In der heutigen Technik wird das Gold in der Chipherstellung als bester elektrischer Leiter z.B. im Handy, in der PC-Technik, in der Kfz-Elektronik und in der Raumfahrttechnik genutzt. Der technische Bedarf an Gold nimmt ständig zu. Der Goldpreis wird zwangsläufig erheblich steigen.

    Zurzeit wird der Goldpreis permanent manipuliert (gedrückt), der wirtschaftliche Bedarf steht dem im Weg.

  • Sehe ich genauso, aber ein bisschen Sicherheit sollte schon sein, und da sind Gold Unzen besser als jeder zukünftige Euro Schrott Schein.

  • Was ist das denn für ne Antwort , Meister?
    Also was ist mit dem Gold,kaufen,halten,verkaufen ????

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