Rohstoffe
Goldpreis setzt Rekordjagd fort

Während der Dollar immer mehr an Wert verliert, gewinnt Gold an Wert. Der Goldpreis ist nun schon den fünften Tag in Folge geklettert und erreicht ein neues Rekordhoch. Grund für den jüngsten Anstieg ist die Entscheidung der US-Notenbank.
  • 2

HB FRANKFURT. Inflationssorgen haben den Höhenflug des Goldpreises am Mittwoch weiter angeheizt. Die Feinunze des als Inflationsschutz geltenden Edelmetalls verteuerte sich um bis zu 0,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 1294,95 Dollar.

Händlern zufolge wuchsen die Inflationssorgen wegen der von der US-Notenbank Fed in Aussicht gestellten Ausweitung der lockeren Geldpolitik. „Sowohl psychologisch als auch technisch sind 1300 Dollar eine große Nummer“, sagte ein Händler. Wegen des schwächeren Dollar gab der Goldpreis in Euro gerechnet nach, die Feinunze wurde mit 966,69 Euro 0,5 Prozent billiger gehandelt.

Auch die Preise für andere Edelmetalle legten zu. Die Feinunze Palladium verteuerte sich um drei Prozent auf 542 Dollar. Der Silberpreis stieg auf bis zu 21,14 Dollar je Feinunze und näherte sich damit einem Zweieinhalbjahres-Hoch an.

Die US-Währungshüter hatten bei der Zinsentscheidung am Vorabend für den Fall, dass sich der Konjunkturausblick verschlechtert, weitere unterstützende Maßnahmen signalisiert. Dies war laut HSH Nordbank zwar so erwartet worden. Neu sei hingegen gewesen, dass sich die Notenbank offenbar um deflationäre Tendenzen in der US-Wirtschaft sorge. Weitere quantitative Maßnahmen zur Konjunkturstützung seien damit in den nächsten Monaten wahrscheinlich geworden. Die Liquiditätsschwemme setze sich damit fort.

Der Goldpreis entwickelt sich meist entgegengesetzt zum Dollar. Während der Dollar immer mehr an Wert verliert, hat sich Gold in diesem Jahr bereits um 17 Prozent verteuert.

Kommentare zu " Rohstoffe: Goldpreis setzt Rekordjagd fort"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • [1]Goldfinger
    "Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat Pleite sondern seine bürger."

    Sollten wieder einmal lausige Zeiten kommen, geht es nur noch um das Überleben, sprich Fressen. Was nützen mir da die Goldbarren unter den Fußbodendielen.

    Leute wie ich, die kein großes barvermögen besitzen, sollten dieses in billigen, hochprozentigen Schnaps investieren. Gesoffen wird immer, besonders in schlechten Zeiten.

    Für ne Pulle Schnaps bekommen ich alles, was der Markt zu bieten hat. Mit meinen Goldbarren würde ich verrecken.


    Apropos Goldverbot, das gab es schon einmal in den USA

    „Daher verkünde ich in Ausübung der obengenannten Vollmacht, dass solcher Gold- und Silberbesitz verboten ist und dass jeder solche Münzen, Anlagemünzen oder anderen Gold- und Silberbesitz innerhalb von vierzehn Tagen bei amtlichen beauftragten der Regierung der Vereinigten Staaten gegen Erstattung zum offiziellen Preis in offiziellen Zahlungsmitteln der Regierung abzuliefern hat.“

    Der Präsident der Vereinigten Staaten.
    Franklin Roosevelt, 9. März 1933


    Wer dann das liebe Gold in offizielle Zahlungsmittel tauschen muss, die nichts wert sind, hat die Arschkarte.

  • Ausser Gold und Silber eignet sich fast nichts als Währung, denn nur Gold und Silber erfüllen die MiNDESTeigenschaften von Geld:
    fungibel, liquide, chemisch dauerhaft beständig (im Gegensatz zu Nahrungsmitteln),
    ohne Verlust teilbar für Wechselgeld (im Gegensatz zu Edelsteinen),
    selten und nicht beliebig vermehrbar zur inflationseindämmung (im Gegensatz zu z.b. Papiergeld),
    leicht transportierbar (im Gegensatz zu immobilien), etc.
    Unabhängig von der Zahlungsfähigkeit irgendeiner institution oder irgendeines Staates.
    Selbst eine Rezession müssen Fans des gelben Metalls nicht fürchten. Anders als bei Silber oder Platin hängt der Goldpreis nicht von der Nachfrage aus der industrie und damit von der Konjunkturentwicklung ab.
    Diese Eigenschaften erfüllen im Wesentlichen nur Gold und Silber. Genau das ist der Grund, warum diese beiden Metalle seit Jahrtausenden als einzige stabile Währung gedient haben. Die Gold- und vor allem die Silberreserven sind in wenigen Jahren bereits aufgebraucht, dann geht der Preis ohnehin durch die Decke.

    Es gibt inzwischen immer mehr, die schon seit Jahren auf eine Korrektur warten. bei 400 Euro/Unze wartete man bis die 350 nochmal kommen, bei 560 dachte man, daß die 500 ein guter Einstieg wären, bei 800 war es schon viel zu teuer und jetzt haben wir um die 1.000 Euro und da ist es die blasenbildung und das bald kommende Goldverbot, weshalb man immer noch nicht dabei ist!
    Es sind die immer gleichen/ähnlichen Ausreden für die, die den Einstieg einfach verschlafen haben.

    Wenn jeder Deutsche nur fünf Prozent seines Vermögens in Gold steckt, würde das eine gesamte Welt-Jahresproduktion absorbieren. Dann sind gänzlich neue Preisdimensionen denkbar.
    Und noch etwas zum Nachdenken. Gibt es auch nur einen Staat, der einen Tilgungsplan für die aufgetürmten Schulden hat?

    "Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat Pleite sondern seine bürger."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%