Rohstoffe
Goldpreis springt über 1300-Dollar-Marke

Das Edelmetall profitiert von den Arbeitsmarktzahlen in den USA. Weil die Jobdaten unter den Erwartungen firmierten, legte der Goldpreis deutlich zu. Analysten warnten aber davor, die Zahlen überzubewerten.
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Frankfurt/LondonDie Enttäuschung der Anleger über die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt hat am Freitag Gold wieder heller glänzen lassen. Die Feinunze, die zuvor noch mit 1285,80 Dollar 1,7 Prozent weniger als am Vortag gekostet hatte, verteuerte sich in der Spitze auf 1317,90 Dollar – zum Vorabend ein Plus von 0,8 Prozent. Der Stellenzuwachs in den USA außerhalb der Landwirtschaft war im Juli mit 162.000 Jobs niedriger als erwartet ausgefallen. Experten hatten mit 184.000 neuen Stellen gerechnet. Damit dürfte eine unmittelbar bevorstehende Drosselung der Wertpapierkäufe durch die Fed unwahrscheinlicher werden. Daher kauften einige Anleger wieder Gold, das als Inflationsschutz bei einer Geldflut durch die Notenbanken gilt.

Allerdings warnten viele Analysten davor, die Arbeitsmarktstatistik überzubewerten. „Tragisch ist das nicht“, kommentierte ein Börsianer. Denn nach wir vor rechneten viele Anleger damit, dass die Fed noch in diesem Jahr das Volumen der Käufe herunterschrauben wird. Lediglich der Zeitpunkt sei umstritten. Der Goldpreis bröckelte im Verlauf wieder leicht ab, behauptete sich aber zunächst noch über der psychologisch und technisch wichtigen Marke von 1300 Dollar.

Am Ölmarkt verkauften die Anleger sowohl Brent- als auch WTI-Future. Denn mit der nur schleppenden Erholung der US-Wirtschaft könnte die Ölnachfrage weniger deutlich als zuletzt erwartet anziehen. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 108,84 Dollar und US-Leichtöl der Sorte WTI mit 107,30 Dollar je 0,6 Prozent weniger als am Vorabend. Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen waren die Future noch leicht ins Plus gedreht.

Der Kupferpreis reagierte nur moderat auf die Zahlen. Eine Tonne kostete mit 7042 Dollar 0,6 Prozent mehr als am Vortag und in etwa so viel wie kurz vor Veröffentlichung der US-Daten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rohstoffe: Goldpreis springt über 1300-Dollar-Marke"

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  • Der Temperaturanstieg zum Wochenende in Utah beeinflusst COMEX Goldnotierung nachbörslich nur mittelbar, gleichwohl melden Bürger vermehrte mormonisch gesteuerte Silbercoinkäufe , desweiteren gilt es eine aufziehende "supernova" n der Gesamtbewertung nicht ausser acht zu lassen.

    Jim Rogers wedelt mit einer Gold-Wasserstandmeldung zum sontäglichen Frühschoppen, Kursziel unveraendert laut linebacker Goldman Sachs 900 Fahrenheit.

    Sollte CDU-Oberhaupt Frau Kanzler allerdings in der Uckermark beim Baden Schwimmwesten benoetigen, mglw gar nicht mehr "auftauchen", wird Frankfurt-Dax schwach eröffnen.

    AfDler vesammeln sich zur Abschlusskundgebung auf dem Römer.
    Goldpreis steigt.
    HB meldet die Goldwasserstandsmeldung, so wie heut. Brav, liebste Eleven.

  • Handelsblatt "Goldaufklärung" - "dagegen" - klar, die x-te! Fundiert, sachlich, prägnant. Frei nach dem Motto, wiederhole so lange bis es tatsächlich in die Synapsen eingeschweisst ist. GOLD ist "asozial" -ich hab´s nicht vergessen lieber Chef der Redaktion. Gold ist eine Fehlinvestition die zweite Hauptdirektive. So fragt man sich ernsthaft, wer gibt diesen fortwährenden Auftrag dieses Asset so indirekt immer wieder runter zu schreiben!?

    Ok, war eine dieser Suggestivfrage, klar.

    Nun, man darf gespannt sein, wenn die Systeme implodieren vor lauter guter Datenlagen - natürlich auf Programm und Pump. Klar, was sonst hat uns bis hierher gebracht liebe Handelsblattredaktion?!

  • Diese Herumgeschreibsle ohne jeglichen Hintergrund bzw. Perspektive, rein motiviert durch die "Erklärung" der momentanen Preisbewegung im Nachhinein (Market Action makes Commentary), ist ziemlich sinnlos und sollte nur als "Sentiment"-Maß gelesen werden (dh. eher konträr). Man kann dies als inhaltliche Info nicht ernst nehmen (obwohl ich derzeit sogar - aus anderen Gründen - glaube, daß es erst nocheinmal einen letzten Schub nach unten geht, bevor dann der große Rebound kommt - was auch immer diese "Prognose" wert ist).

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