Rohstoffe
Goldpreis stabilisiert sich

Nach einem Abfall auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren hat sich der Goldpreis wieder einigermaßen stabilisiert. Im Zuge einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der USA bleiben die Börsianer aber äußerst misstrauisch.
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FrankfurtDer Goldpreis hat sich am Montag leicht erholt. Mit 1284,46 Dollar kostete die Feinunze 0,9 Prozent mehr als zuletzt am Freitagabend. Allerdings waren Börsianer über die weiteren Aussichten für das gelbe Metall dem US-Haushaltsstreit zum Trotz recht pessimistisch.

Am Freitag war der Preis im US-Handel binnen weniger Minuten um 30 Dollar je Feinunze abgesackt und hatte mit 1262,14 Dollar zeitweise den niedrigsten Preis seit drei Monaten erreicht. „Die Anleger bevorzugen derzeit Bargeld, Gold als sicherer Hafen ist weniger gefragt“, kommentierte ein Händler.

Die Analysten der Commerzbank vermuten, dass die Marktteilnehmer die Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung als äußerst gering erachten - obwohl die Schuldenobergrenze laut US-Finanzministerium bereits diese Woche erreicht wird. „Sollte es entgegen aller Erwartungen doch zu einem Unfall in den USA kommen, dürfte dies in einem sprunghaften Anstieg des Goldpreises resultieren. Eine Einigung würde dagegen wohl zu weiterem Verkaufsdruck führen“, schlussfolgerten die Analysten weiter.

Wie schlecht die Stimmung am Goldmarkt derzeit ist, zeigt der andauernde Abfluss aus dem weltgrößten SPDR Gold Trust : Per Freitag schmolzen die Bestände um 0,6 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rohstoffe: Goldpreis stabilisiert sich"

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  • Unbegrenzt können sie wertloses Fiatgeld mit immer höheren Schuldenbergen entsehen lassen, aber eben nicht mehr ihren Lieferversprechen in physisches Gold nachkommen. Short Squeeze voraus - allerdings nur bares Gold ist wahres Gold.

    Immer mehr Investoren und Zentralbanken (China, Russland, ...) wollen die eingekauften Goldbestände auch physisch angeliefert bekommen und nicht nur als Papiergoldversprechen besitzen.

    Schwindet die Hinterlegung an physisch vorhandenem Gold in den Fonds müssen diese das wertlose Papiergold in immer größeren Mengen abstoßen.

  • langfristig stimme ich zu. Kurz- und Mittelfristig kann es noch einmal mächtig runter gehen.

    Wenn man praktisch unbegrenzte Feuerkraft wie eine Notenbank hat, geht einiges...

  • Was ist eigentlich wertvoller ?

    a.) buntes und wertloses Papier, das man sinnlos herstellen und verbreiten kann ?

    oder

    b.) echtes Gold, das begrenzt verfügt und nicht künstlich herstellbar ist ?

    Intelligente Menschen müssten sich eigentlich für Antwort B entscheiden.
    Die Masse der Menschen denkt jedoch nur mit einem Bruchteil der verfügbaren Hirnmasse.
    Ein kleiner Teil der Menschen manipuliert den Goldkurs um den Herdentrieb der dummen Lämmer zu wecken und sie in den Abgrund stürzen zu lassen.

    Ein nicht unbedeutender Teil der Menschen kauft Gold und legt es weg. Dabei ist es praktisch völlig egal, wie die Zocker den Kurs gerade manipulieren.

    Denn wenn die Geldblase platzt erinnern sich mit 100%-iger Sicherheit wieder alle an das seit Urzeiten gültige und stabilste Zahlungsmittel "GOLD".

    Wer Gold hat, hat weniger Sorgen als der der keines hat.

    Inflationsbereinigt liegt Gold bei ca. 2.900 € pro Unze.
    Die Chinesen kaufen Gold und sind nicht dumm.
    Sie werden es wieder viel teurer verkaufen , wenn es hier nichts mehr gibt.

    Dann können westliche Bänker und Politiker den Putz von der Wand fressen oder eine Papierdiät machen.

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