Rohstoffe
Goldpreis tritt auf der Stelle

Der Preis für das Edelmetall veränderte sich am Donnerstag kaum. Analysten machen das Ende der Feiertagssaison in Indien verantwortlich. Damit sei ein wichtiger Treiber für die Nachfrage weggefallen.
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FrankfurtDie Anleger am Goldmarkt haben sich am Donnerstag nicht aus der Deckung gewagt. Das Edelmetall notierte nahezu unverändert bei 1725 Dollar je Feinunze. "Nach dem Ende der indischen Feiertagssaison ist ein wichtiger Treiber für die Nachfrage weggefallen", schrieb Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in einem Kommentar.

Laut dem World Gold Council verbuchte die Goldnachfrage in Indien von Juli bis September mit einem Plus von neun Prozent auf 223,1 Tonnen den ersten Anstieg seit drei Quartalen. In China war Gold zuletzt dagegen weniger beliebt: Die schwächelnde Wirtschaft drückte die Nachfrage um acht Prozent auf 176,8 Tonnen.

Insgesamt ging die weltweite Goldnachfrage im dritten Quartal um elf Prozent zurück. Analysten gehen aber davon aus, dass Gold als sicherer Hafen langfristig weiter bei Anlegern an erster Stelle stehen dürfte. In den USA drohe ein Schuldendrama und es gebe zunehmende Spannungen im Nahen Osten, das sollte den Preis schob bald wieder nach oben treiben, sagte ein Händler.

Die Hoffnung auf ein Erstarken der chinesischen Wirtschaft hat indes Kupfer leicht verteuert. Der Preis für das Industriemetall kletterte am Donnerstag um bis zu 0,4 Prozent auf 7671 Dollar je Tonne. Jüngste Daten deuteten daraufhin, dass China die Talsohle durchschritten haben dürfte, erklärten Händler. Matt Fusarelli, Analyst bei der AME Group, geht davon aus, dass der Kupferpreis bis zum Jahresende auf 7715 bis 7825 Dollar je Tonne steigen dürfte.

Für neue Unsicherheit könnte aber jederzeit der US-Haushaltsstreit sorgen, erklärte er. Legen Demokraten und Republikaner ihren Streit nicht bei, treten zum Jahresende automatische Ausgabenkürzungen in Kraft, daneben laufen Steuervergünstigungen aus. Das könnte die ohnehin strauchelnde Wirtschaft in die Rezession stürzen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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