Rohstoffe
„Gustav“ treibt den Ölpreis an

Der Tropensturm „Gustav“ hat am Freitag den Ölpreis wieder in die Höhe getrieben. Anleger befürchten, dass der Sturm zu Beginn der neuen Woche zu Förderausfällen im Golf von Mexiko führen könnte.

HB FRANKFURT. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um ein Prozent auf 116,71 Dollar pro Fass. Nordseeöl der Sorte Brent wurde 0,8 Prozent teurer mit 115,10 Dollar gehandelt. Die Ankündigung der Internationalen Energieagentur (IEA), im Falle von Fördereinbußen wegen „Gustav“ strategische Reserven freizugeben, hatte den Ölpreis am Donnerstag in kürzester Zeit noch um rund sechs Dollar gedrückt.

Händlern zufolge verlief der Handel bereits relativ ruhig, da die US-Märkte am Montag wegen eines Feiertags bleiben.

Nach Einschätzung von Meteorologen könnte „Gustav“ sich innerhalb der nächsten drei Tage deutlich verstärken und zum schwersten Hurrikan seit „Katrina“ und „Rita“ vor drei Jahren im Golf von Mexiko werden. Die Anlagen vor der Küste von Louisiana und Texas machen rund ein Viertel der US-Ölförderung aus.

Zur Verunsicherung trug Händlern zufolge auch ein Bericht der britischen Zeitung „Daily Telegraph“ bei, Russland erwäge eine Drosselung seiner Öl-Liefermengen nach Europa, sollte die EU Sanktionen gegen das Land wegen des Georgien-Konflikts verhängen. „In Anbetracht derartiger Nachrichten überwiegen beim Ölpreis kurzfristig eindeutig die Aufwärtsrisiken, so dass der Ölpreis erneut die Marke von 120 Dollar erreichen und auch überschreiten sollte“, heißt es in einem Marktkommentar der Commerzbank. Der russische Energieminister Sergej Schmatko sagte allerdings, sein Land unternehme, was es könne, um eine verlässliche Ölversorgung sicherzustellen.

Der Goldpreis hat sich zum Wochenschluss nicht bewegt. Die Feinunze des Edelmetalls kostete nahezu unverändert rund 832,30 Dollar. Hingegen setzte sich der Preisrückgang bei den Industriemetalle fort. Die Tonne Kupfer verbilligte sich um 1,8 Prozent auf 7455 Dollar und war damit so günstig wie zuletzt Anfang Februar. Die Tonne Blei wurde 4,8 Prozent billiger mit 1948 Dollar gehandelt.

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