Rohstoffe
Iran-Abkommen drückt Ölpreise leicht

Die Ölpreise wurden am Montag durch die Einigung auf ein Zwischenabkommen des Irans den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschlandgedrückt. Die Öffnung des iranischen Marktes könnte zu einem Überangebot führen.
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FrankfurtDie Einigung auf ein Zwischenabkommen des Iran mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland hat am Montag die Ölpreise gedrückt. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 106,57 Dollar je Barrel (159 Liter), der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI sank um rund ein Prozent auf 91,88 Dollar. Offenbar setzten die Anleger auf ein baldiges Ende der Sanktionen für die iranische Ölausfuhr im Gegenzug für Einschränkungen im Atomprogramm der Regierung in Teheran. Bjarne Schieldrop, Analyst bei der SEB in Oslo, rechnet für diese Jahr aber nicht mehr mit einem großen Export-Anstieg. Zudem handele es sich bislang nur um ein vorübergehendes Abkommen.

Sollten die Sanktionen vollständig aufgehoben werden, könnten nach Schätzungen der Commerzbank bis zu einer Million Fässer zusätzlich an iranischem Öl verfügbar werden. "Ohne eine Kürzung der Ölproduktion an anderer Stelle bestünde dann am Ölmarkt ein beträchtliches Überangebot, welches auf den Preisen lasten würde."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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