Rohstoffe
Iran-Konflikt lässt Ölpreis steigen

Der Atomkonflikt mit dem Iran hält an, und auf dem Ölmarkt fürchten sich Händler deswegen vor weiteren Versorgungsengpässen: Die Rohstoffpreise verteuerten sich. Auch Gold und Kupfer zogen an.
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FrankfurtDer Atomkonflikt mit dem Iran hält die Anleger am Ölmarkt weiter in Schach. So will ein chinesischer Schiffsversicherer iranischen Öltankern wegen der Sanktionen gegen das Land keinen Versicherungsschutz mehr bieten - das erhöht laut Händlern die Furcht der Anleger vor Versorgungsengpässen.

Die EU hat gegen den Iran ein Ölembargo ab 1. Juli beschlossen, um das Land im Streit über das Atomprogramm zum Einlenken zu bewegen. Die USA haben eine ganze Reihe von Sanktionen gegen den Finanz- und Energiesektor Irans erlassen. Iran ist der zweitgrößte Ölproduzent in der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC).

Das US-Öl WTI verteuerte sich am Donnerstag um bis zu 0,9 Prozent auf 102,34 Dollar je Fass. Der Preis für das Nordsee-Öl Brent stieg in der Spitze ebenfalls um 0,9 Prozent auf 123,48 Dollar je Barrel. Am Vortag hatte ein unerwartet starker Anstieg der US-Ölbestände in der vergangenen Woche den Ölpreis kräftig gedrückt. Auch der Goldpreis erholte sich von seinen jüngsten Verlusten. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1623 Dollar je Feinunze.

Der Preis hat seit Dienstag mehr als drei Prozent verloren - verantwortlich dafür sind vor allem Spekulationen auf eine vorläufig stabile US-Geldpolitik der Notenbank Fed. Wie aus den jüngsten Sitzungsprotokollen vom Dienstagabend hervorging, hatten sich weniger Notenbanker für eine dritte Auflage des Anleihe-Aufkaufprogramms (QE3) ausgesprochen als noch im Januar. Das macht Gold als Inflationsschutz laut Händlern weniger attraktiv.

Kupfer verteuerte sich nach seinem Kurssturz vom Mittwoch ebenfalls wieder. Der Preis für das Industriemetall kletterte um 0,3 Prozent auf 8375 Dollar je Tonne, nachdem es am Vortag um drei Prozent gefallen war. Unterstützt wurde der Preis vor allem vom zuversichtlich stimmenden Konjunkturdaten aus China - den weltweit größten Abnehmer von Industriemetallen.

Die Geschäfte der Dienstleister wuchsen im März solide, und die Zuversicht der Unternehmen stieg auf den höchsten Stand seit elf Monaten. Der am Donnerstag veröffentlichte HSBC-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor fiel zwar leicht auf 53,3 Punkte von 53,9 Punkten im Februar, blieb aber damit deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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