Rohstoffe
Jahreshoch: Ölpreise legen weiter zu

Die Ölpreise haben sich am Freitag in der Nähe ihrer Jahreshöchststände gehalten.

HB SINGAPUR/LONDON/NEW YORK. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli lag im frühen Handel bei 65,19 Dollar - das waren elf Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg ebenfalls um elf Cent auf 64,50 Dollar.

Am Vortag hatten die Ölpreise, beflügelt von schwachen Öllagerbestandsdaten aus den USA, kräftig zugelegt. So war der US- Ölpreis erstmals in diesem Jahr über die Marke von 65 Dollar gestiegen. Händler begründeten den Kursanstieg mit dem deutlichen Rückgang der amerikanischen Rohölreserven, den das US-Energieministerium am Donnerstagnachmittag gemeldet hatte. Die Rohölvorräte sanken nach Angaben des US-Energieministeriums in der vergangenen Woche um 5,4 Mio. auf 363,1 Mio. Barrel. Auch die Bestände an Benzin gingen um 0,6 Mio. auf 203,4 Mio. Barrel zurück. Die Destillate-Bestände (Heizöl, Diesel) stiegen indes um 0,3 Mio. auf 148,4 Mio. Barrel.

Zudem seien die Preise von der Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) gestützt worden, die offizielle Fördermenge des Kartells unverändert bei knapp 25 Mio. Barrel pro Tag zu belassen. Dies gab OPEC- Sprecher Omar Ibrahim nach Beratungen der OPEC-Ölminister in Wien bekannt. Die Organisation werde angesichts der nach wie vor andauernden Überproduktion die Marktentwicklung allerdings „weiter sorgfältig beobachten“, um im Falle neuer Entwicklungen schnell handeln zu können, sagte Ibrahim. OPEC-Generalsekretär Abdullah Salem el Badri nannte die allgemein erwartete Entscheidung „ein Signal für die Märkte“.

Die Postbank rechnet unterdessen erst auf Jahressicht mit einer nachhaltig festeren Tendenz des Ölpreises, „wenn angesichts einer lebhafteren Konjunkturentwicklung wieder die Ölangebotsseite und damit Ängste über künftige Ölknappheit in den Vordergrund rücken“. Viel hänge davon ab, wie schnell sich die Weltwirtschaft erhole.

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