Rohstoffe
Kakao droht historischer Angebotsengpass

Kakao steht vor der dritten Saison in Folge mit einem Angebotsengpass. Das geht aus Angaben von Olam International Ltd. hervor. Es wäre die längste Negativserie in 50 Jahren. Die Firma stellt zehn Prozent des Angebots.
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Wegen des Engpasses werden die Preise zwischen jetzt und Ende 2014 um mindestens 10 Prozent steigen, sagte Gerard Manley, Managing Director bei Olam, in einem Interview mit Bloomberg News in Amsterdam. Seinen Worten zufolge dürfte das Angebot in der aktuellen Saison um rund 100.000 Tonnen hinter der Nachfrage liegen. Das würde einer Unterversorgung von etwa 2,4 Prozent der Produktion entsprechen. Wie umfangreich der Engpass 2014-15 ausfällt, wollte er nicht sagen. In London sind die Preise in diesem Jahr bereits um 13 Prozent geklettert. Verantwortlich dafür war der anhaltende Angebots-Engpass - während die weltweite Nachfrage nach Schokolade weiter ansteigt.

Eine dritte Engpass-Saison in Folge wäre die längste Serie in 47 Jahren, wie die Daten International Cocoa Organization in London belegen. „Die Kakao-Preise müssen steigen, um die Produktion anzutreiben, weil die Nachfrage weiter zulegen wird”, sagte Manley. „Der Preis für die Bauern kann ein echtes Problem sein”, weil sie auch anderes anbauen könnten.

Um dieses Problem anzugehen, haben zwölf der weltgrößten Schokoladen- und Kakaounternehmen - darunter Olam, Barry Callebaut, Ferrero SPA, Hershey Co., Mondelez International Inc., Mars Inc., Cargill Inc. und Nestle SA - am 20. Mai in Abidjan eine Vereinbarung mit der Regierung der Elfenbeinküste unterschrieben. Ziel sei es, „Maßnahmen zu beschleunigen, um den Kakaoanbau in dem Land nachhaltig zu machen”, laut Mitteilung auf der Website der World Cocoa Foundation. Diese soll die Schritte koordinieren.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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