Rohstoffe
Konjunkturpessimismus drückt Ölpreis

Spekulationen auf eine schwächere Nachfrage haben den Ölpreis am Mittwoch gedrückt. Derweil treiben die anhaltenden Inflationsängste die Anleger in den „sicheren Hafen“ Gold.
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FrankfurtDie Aussicht auf eine schwächere Nachfrage drücken auf den Ölpreis. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostete mit 90,90 Dollar 0,5 Prozent weniger als am Dienstag. Brent-Öl verbilligte sich ebenfalls um 0,5 Prozent auf 109,95 Dollar. Das wichtige Industriemetall Kupfer notierte 0,6 Prozent schwächer bei 8222,75 Dollar je Tonne.

Die Analysten von Barclays bezweifelten in einem Marktkommentar, dass die jüngsten Maßnahmen in Europa, den USA und Asien die Weltkonjunktur wie gewünscht ankurbeln werden. Am Rohöl-Markt beobachteten Investoren neben der wirtschaftlichen Entwicklung auch den Dauerstreit des Westens mit dem Iran mit Argus-Augen, betonte Analyst Ben Le Brun vom Brokerhaus OptionsXpress. Die Furcht vor einer Eskalation und einer Unterbrechung des Nachschubs verhindere größere Kursverluste.

Anders als Rohöl bleibt Gold weiter gefragt. Die ultra-lockere Geldpolitik zahlreicher Notenbanken hat auch am Mittwoch Inflationsängste geschürt. Viele Anleger nähmen daher erneut Kurs auf den „sicheren Hafen“ Gold, sagten Börsianer. Darüber hinaus stockten einige Zentralbanken ihre Goldreserven auf. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 1763,69 Dollar je Feinunze und lag damit keine 25 Dollar unter seinem Sechseinhalb-Monats-Hoch vom Freitag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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