Rohstoffe
Konjunktursorgen drücken Kupferpreis

Das Gezerre um neue Griechenland-Hilfen und die US-Wirtschaft schüren Konjunktursorgen – und drücken den Kupferpreis. Der Goldpreis tritt derweil auf der Stelle, denn Anleger warten auf ein Zeichen der US-Notenbank.
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FrankfurtKonjunktursorgen haben den Kupferpreis am Montag in den Keller geschickt. Das Industriemetall verbilligte sich in der Spitze um 1,3 Prozent auf 8975 Dollar je Tonne. In der Euro-Zone bleibe die Situation mit der Verzögerung bei der Auszahlung neuer Griechenland-Hilfen wackelig, sagte ein Händler. Hinzu kämen die anhaltenden Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der US-Wirtschaft.

Auch die Preise der übrigen Industriemetalle gaben nach. Aluminium verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 2525 Dollar, Zinn um 0,4 Prozent auf 24900 Dollar je Tonne.

Der Goldpreis ist am Montag nicht vom Fleck gekommen. Er notierte bei 1538 Dollar je Feinunze, nachdem er am Freitag seinen größten Tagesgewinn seit Mai eingefahren hatte. Die Anleger warteten vor allem auf Hinweise der US-Notenbank Fed, ob sie ein drittes Anleihe-Ankaufprogramm auflegen wird, sagte Ong Yi Ling, Analystin bei Phillip Futures. Das derzeitige 600 Milliarden Dollar schwere Ankaufprogramm für Staatsanleihen läuft Ende Juni aus. Sollte die Notenbank ihre Politik des billigen Geldes fortsetzen, dürfte der Goldpreis davon profitieren, sagte Ling.

Weiterhin unterstützt wird der Preis für das Edelmetall laut Experten auch von dem Gezerre um weitere Hilfen für Griechenland. Solange die europäische Schuldenkrise ungelöst bleibe, sollte sich auch der Goldpreis auf hohem Niveau halten, sagte ein Händler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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