Rohstoffe
Lage in Ägypten treibt Ölpreise weiter hoch

In Ägypten gibt es wieder neue Proteste. Die unsichere Situation lässt die Ölpreise weiter steigen, da die Gefahr eines Lieferengpasses durch den Suez-Kanal besteht. Der Goldwert bleibt dagegen konstant.
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Singapur/FrankfurtDie Ölpreise haben nach dem Anstieg der Vortage am Freitag weiter leicht zugelegt. Die unsichere Lage in Ägypten wird von Händlern als wichtigster Grund genannt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete im Mittagshandel 109,78 US-Dollar. Das waren 18 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im September kletterte um 15 Cent auf 107,48 Dollar.
In Ägypten droht zwei Tage nach der blutigen Räumung der Protestlager der Islamisten neue Gewalt: Anhänger der radikalen Islamisten-Vereinigung Dschihad wollen gemeinsam mit den Muslimbrüdern gegen die vom Militär eingesetzte Übergangsregierung protestieren.
Investoren am Ölmarkt fürchten ein Übergreifen der Krise auf andere Staaten der ölreichen Region im Nahen Osten. Ägypten selbst ist zwar kein entscheidender Ölproduzent, aber wegen des Suez-Kanals eine wichtige Durchgangsstation beim Transport.

Zwischenzeitlich waren die Ölpreise nach kurzzeitigen Gewinnmitnahmen leicht unter Druck geraten. Die kritische Lage in Ägypten wirke sich jedoch weiter kursstützend aus, sagten Händler. Investoren am Ölmarkt fürchten ein Übergreifen der Krise auf Staaten der ölreichen Region im Nahen Osten. Ägypten selbst ist zwar kein entscheidender Ölproduzent, aber wegen des Suez-Kanals eine wichtige Durchgangsstation beim Transport. Am Nachmittag könnten US-Konjunkturdaten den Markt bewegen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 107,96 US-Dollar. Das waren 1,27 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

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  • Welcher Anteil wird denn überhaupt durch den Suez-Kanal transportiert? Soweit ich weiß passieren die Großtanker den Kanal ja gar nicht. Zudem bleibt der Seeweg um das Kap der Guten Hoffnung ja frei.

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