Rohstoffe
Möglicher Giftgas-Einsatz treibt Ölpreis

Der sich zuspitzende Konflikt in Syrien könnte das schwarze Gold weiter in die Höhe treiben. Zwar ist Syrien als Förderland unbedeutend – doch Anleger fürchten, dass sich die Krise auf die Region ausweitet.
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DüsseldorfHändler fürchten derweil, dass sich die Spannungen in Ägypten und Syrien auf den Öl-Nachschub auswirken könnten. Syriens Präsident Baschar al Assad soll im Kampf gegen die Opposition Giftgas eingesetzt haben. Derzeit prüft eine Delegation der Vereinten Nationen diesen Vorwurf. Sollte sich der bestätigen, könnte sich der Konflikt in Syrien dramatisch zuspitzen. US-Präsident Barack Obama hatte den Einsatz von Giftgas vor einem Jahr als „rote Linie“ bezeichnet und meinte: Überschreitet Syrien diese, ist mit einem Militärschlag zu rechnen. Auch die Vereinten Nationen verurteilten den möglichen Einsatz der chemischen Waffen.

Die Rohstoffmärkte reagieren bisweilen gelassen. Der Preis für die Sorte Brent gab am frühen Nachmittag sogar um 0,3 Prozent auf 110.72 US-Dollar nach. "Die Rohölversorgungslage ist momentan mehr als auskömmlich und die geopolitischen Risiken im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm, Ägypten und Syrien haben bereits zu einem Preisaufschlag geführt", sagt Gabor Vogel, Rohstoff-Analyst der DZ-Bank. Zuletzt stiegen etwa die Lieferungen aus Libyen. Die Öllieferung aus dem Hafen von Brega stockte wegen Protesten seit Ende Juli. Libyen ist OPEC-Mitglied und liefert täglich 500.000 Barrel Rohöl, 90.000 könnten durch die Lieferungen aus Brega hinzukommen.

Die genauen Risiken für den Ölpreis lassen sich derzeit allerdings schwer abschätzen. "Das Risiko-Potenzial einer Intervention des Westens in Syrien ist steigend", sagt Ric Spooner, Chef-Analyst bei dem Brokerhaus CMC Markets in Sydney. Bis Ende des Jahres könnte der Preis für die Rohölnotierung bei 115 US-Dollar stehen, sofern sich die Lage im Mittleren Osten nicht verschärft, schätzt die DZ Bank. 35 Prozent der weltweiten Ölproduktion entfielen im ersten Quartal dieses Jahres auf diese Region. Das zeigen Zahlen der Internationalen Energiebehörde. „Für die globale Ölproduktion ist Syrien unbedeutend, aber als Land zwischen Israel und den arabischen Staaten spielt das Land eine wichtige Rolle“, sagt Eugen Weinberg, Rohstoff-Analyst von der Commerzbank. Der Konflikt in Syrien entscheidet sich zwischen verschiedenen religiösen Gruppierungen und könnte sich deshalb auf die benachbarten Staaten auswirken.

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Noch sind geopolitische Risiken eingepreist

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  • Laut Wikipedia wurde Uranmunition bisher in folgenden Gebieten eingesetzt:

    ” … mehrere tausend Tonnen Uranmunition überwiegend in indisch-pakistanischen Grenzkonflikten, in Tschetschenien, während der sowjetischen Intervention in Afghanistan, im Bosnien-Krieg, im Kosovo-Krieg, im Zweiten Golfkrieg und im Irakkrieg eingesetzt. Alleine während eines dreiwöchigen Einsatzes im Irakkrieg 2003 wurden von der Koalition der Willigen zwischen 1000 und 2000 Tonnen Uranmunition eingesetzt.”

    Nun aber bewegt sich wieder was: Die ARD brachte am vergangenen Sonntag in ihrer Sendung “weltspiegel” die Reportage “Irak: Uranmunition – das strahlende Vermächtnis/Mediathek-Link“. Thematisch ist dieser Bericht zwar nur eine Kurzversion von der bereits zehn Jahre zuvor gezeigten Reportage von Frieder Wagner (“Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra”/YouTube-Link). Aber immerhin: Es darf wohl wieder berichtet werden.

  • Dieser Giftgas-Einsatz ist doch angeblich schon geschehen. Also muß es eher "mutmaßlicher" oder "angeblicher" Giftgas-Einsatz heißen, nicht "möglicher", was auf ein künftiges Ereignis hinweisen würde.

    Was den Ölpreis hier (möglicherweise) treibt ist natürlich nicht der angebliche Giftgas-Einsatz durch Assad-Syrien, sondern die "Möglichkeit", daß die USA MASSIV nach einem Vorwand suchen (und ihn finden werden), endlich dort los-BOMBEN zu können. Das macht die Märkte nervös! Möglicherweise. UND DEFINITIV ZURECHT!

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