Rohstoffe
Nickel top, Kupfer flop

Durch schrumpfende Nickelerz-Bestände und die Krim-Krise befindet sich der Preis für Nickel weiter im Höhenflug – die Kurve kann noch weiter aufwärts steigen. Ganz anders bei Kupfer: Die Preis fällt immer mehr.
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FrankfurtWegen des andauernden indonesischen Exportverbots für Nickelerze hat der Preis für Nickel am Dienstag seinen Höhenflug fortgesetzt. An der Londoner Metallbörse (LME) verteuerte sich eine Tonne des für die Stahlherstellung benötigten Metalls in der Spitze um zwei Prozent auf 18.285 Dollar und kostete damit so viel wie zuletzt im Februar vorigen Jahres. „Ich denke, dass der Markt die Nickelpreise weiter anschieben will, ein Preis von 20.000 Dollar ist möglich“, sagte Dominic Schnider, Analyst bei UBS Wealth Management. So teuer war Nickel zuletzt Anfang 2012.

Nickel hat sich seit Jahresbeginn bereits um mehr als 30 Prozent verteuert, was Händler vor allem auf die schrumpfenden Nickelerz-Bestände zurückführen. So sind die chinesischen Importe aus Indonesien im März unter eine Million Tonnen von im Schnitt 3,4 Millionen Tonnen im vorigen Jahr gefallen. Indonesien ist der wichtigste Lieferant des Erzes. Spekulationen, dass der Konflikt in der Ukraine die Lieferungen aus Russland behindern könnte, stützt die Preise ebenfalls. Die russische Norilsk Nickel ist der weltweit größte Nickelproduzent. Der Westen hat der Regierung in Moskau mit neuen Sanktionen gedroht, sollte sich die Lage im Osten der Ukraine nicht entspannen.

An der Londoner Metallbörse blieb der Preis für Kupfer auch nach der viertägigen Osterpause unter Druck: Die Tonne kostete mit 6619 Dollar am späten Vormittag 0,5 Prozent weniger als vor Ostern. Viele Anleger fürchten, dass die Nachfrage aus China – dem weltgrößte Kupferkonsumenten – angesichts einer schwächelnden Konjunktur nachlassen wird. Kupfer wird vor allem im Bau benötigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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