Rohstoffe
Nickelpreise knapp unter Rekordhoch

Nickel ist am Mittwoch weiter stark gefragt gewesen. Bis zum frühen Nachmittag stieg der Terminkontrakt für das zur Herstellung von Edelstahl benötigte Metall in der Spitze um 2,8 Prozent auf 34 400 Dollar je Tonne und notierte damit nur knapp unter dem am Vortag aufgestellten Rekordniveau von 34 500 Dollar.

HB FRANKFURT. Händler begründeten den Preisanstieg mit der knappen Versorgungslage. So werde sich die Aufnahme der Förderung in einem Bergwerk in Neukaledonien weiter verschieben. „Die physische Knappheit wird bei einigen Rohstoffen immer akuter, obwohl sich das Weltwirtschaftswachstum abschwächt“, warnte Analyst Jim Lennon von der australischen Mcquarie Bank. „Die Vorräte werden schrumpfen.“

Die Terminkontrakte auf die übrigen Basismetalle gaben am Mittwoch allerdings nach. Kupfer- und Aluminium- Future fielen um je zwei Prozent, Zink um 1,7 Prozent und Blei um gut ein Prozent. Händler führten die Kursverluste auf technische Faktoren und Gewinnmitnahmen zurück. So habe Blei erst am Vortag ein Rekordhoch erreicht. Blei wird vor allem zur Herstellung von Autobatterien verwendet.

Der Preis für eine Feinunze Gold fiel um gut ein Prozent auf 636,40 Dollar. Händler begründeten dies mit der Erholung des Dollar zum Euro. Der Preis für Silber gab 1,3 Prozent auf 13,61 Dollar je Feinunze nach. Am Vortag hatte die hohe Nachfrage den Preis noch auf Sechs-Monats-Hoch von 14,17 Dollar getrieben. Platin und Palladium tendierten leichter.

Vor der Veröffentlichung der wöchentlichen US-Lagerdaten haben sich die Preise für die führenden Ölsorten Brent und WTI am Mittwoch kaum bewegt. Brent und WTI pendelten meist um ihre Vortagesschlusskurse von 63,32 Dollar beziehungsweise 62,43 Dollar.

Die Kaffee-Futures legten 1,5 Prozent auf 1467 Dollar je Tonne zu. Händler sagten, schon in New York sei der Kaffeepreis auf ein Zehn-Monats-Hoch gestiegen. Händler begründeten den Preisanstieg vor allem mit Käufen großer Fonds. Analysten in London warnten zudem vor einer Dürre 2007 in Vietnam. Händler in Vietnam erklärten aber, es sei zu früh, um über mögliche Erneschäden zu spekulieren. Vietnam ist der weltgrößte Produzent von Robusta-Kaffe. Der Reuters-Rohstoffindex fiel um 0,2 Prozent auf 315,66 Punkten.

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