Rohstoffe
Öl- und Goldpreise bröckeln weiter

Die Rohstoffe verlieren auch heute an Wert. Anleger machen Kasse, vor allen Gold steht auf der Verkaufsliste. Seit vergangener Woche kostet die Unze knapp 100 US-Dollar weniger.

HB FRANKFURT. Angesichts einer Erholung des Dollar haben die Anleger an den Rohstoffmärkten am Montag Kasse gemacht. Vor allem der Goldpreis kam von dem Rekordkurs ab, den er Anfang November eingeschlagen hatte. Die Feinunze verbilligte sich um bis zu zwei Prozent auf 1135 Dollar. Vergangenen Donnerstag hatten die Anleger noch die Rekordsumme von 1226 Dollar bezahlt.

Auch die Preise für Öl und Industriemetalle sanken spürbar. Die Investoren rechneten Händlern zufolge nun damit, dass in den USA die Abkehr von der Nullzinspolitik früher als bislang gedacht bevorstehen könnte. Dies ließ auch den Dollar wieder steigen. Anleger fürchten aber, dass eine zu frühe Zinswende die noch immer schwache Wirtschaft wieder aus der Bahn werfen könnte. Daher gingen viele auf Nummer sicher und steckten die Gewinne der vergangenen Wochen ein.

Am Markt wurde bislang ab dem dritten Quartal 2010 mit einer Zinswende in den USA gerechnet. Auslöser der neu aufgekommenen Zinsspekulationen waren die am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für November, die deutlich besser als erwartet ausgefallen waren.

Einige Analysten sprachen von einer überfälligen Korrektur des Goldpreises, der in diesem Jahr in der Spitze 40 Prozent zugelegt hatte. „Ohnehin hatte sich unseres Erachtens in den letzten Wochen zuviel Euphorie am Goldmarkt aufgebaut“, schrieben die Analysten der Commerzbank. „Die Optimisten hatten sich in den Aufwärtsrevisionen ihrer Goldpreisprognosen gegenseitig überboten.“ Ihrer Ansicht nach ist eine Fortsetzung der Korrektur zu erwarten. Andere Analysten waren sich da nicht so sicher. „Ich glaube nicht, dass ein paar Daten wirklich genug sind, um die Erwartungen für die Federal Reserve für die nächsten sechs bis neun Monate völlig umzukrempeln“, erklärte Tom Kendall, Edelmetall-Stratege bei Mitsubishi Corp. Höhere Zinsen könnten Gold wieder weniger attraktiv für Anleger machen.

Die Erholung des Dollar drückte auch den Ölpreis: Der Preis für ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI rutschte um rund ein Prozent unter 75 Dollar. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 0,6 Prozent auf rund 77 Dollar. Der Kupferpreis fiel um rund ein Prozent auf 6958 Dollar je Tonne. Die Preise für Zink, Aluminium und Blei sanken ebenfalls.

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