Rohstoffe
Ölpreis beschleunigt seine Talfahrt

Die Entscheidung der Opec, die Ölfördermenge erstmals seit drei Jahren zu begrenzen, sorgt an der Börse kaum für Reaktionen. Was die Händler bewegt, sind nach wie vor die Auswirkungen der Euro-Krise.
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FrankfurtDie Angst vor einer deutlichen Abkühlung der Wirtschaft hat die Talfahrt des Ölpreises am Mittwochnachmittag beschleunigt. Brent und WTI verbilligten sich um bis zu knapp drei beziehungsweise 3,6 Prozent auf 106,35
und 96,51 Dollar je Fass. Sie waren damit so billig wie seit knapp drei Wochen nicht mehr.

Die US-Notenbank Fed hatte am Dienstag erklärt, die angespannten globalen Finanzmärkte bedeuteten „weiterhin ein bedeutendes Abwärtsrisiko für den wirtschaftlichen Ausblick“. Händlern zufolge bereitet vor allem die Unsicherheit über die Auswirkungen der Euro-Krise auf die US-Wirtschaft große Sorgen. Die Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), sich erstmals seit drei Jahren auf eine Begrenzung der Ölförderung zu verständigen, sorgte laut Marktteilnehnmern dagegen kaum für Reaktionen.

Nach Angaben des Ölministers Venezuelas, Rafael Ramirez, haben alle zwölf Opec-Mitglieder auf dem Treffen in Wien dem Vorschlag zugestimmt, die Ölförderung auf 30 Millionen Barrel pro Tag (bpd) zu beschränken. Das entspräche ungefähr der derzeitigen Fördermenge an Rohöl, so dass die Verständigung auf diese Grenze nicht mehr als ein Festschreiben schon bestehender Tatsachen sei, sagte James Zhang, Rohstoff-Stratege bei der Standard Bank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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