Rohstoffe
Ölpreis bleibt konstant

Nach dem Anstieg in der vergangenen Woche legt der Ölpreis eine Verschnaufpause ein. Volle Lager und ein möglicher Kursanstieg des US-Dollar sorgen verhindern eine stärkeren Anstieg. Marktteilnehmer sehen wenig Potenzial für einen weiteren Anstieg.

NEW YORK/LONDON. Die Ölpreise haben sich am Montag im Mittagshandel kaum verändert. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im September fiel im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag um 12 Cent auf 70,81 Dollar. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September stieg um 13 Cent auf 73,72 Punkte.

Nach dem Ölpreisanstieg der vergangenen Woche habe der Markt wieder eine etwas skeptischere Haltung eingenommen, sagten Händler. Die angestiegenen Lagerbestände und die Aussichten für einen stärkeren US-Dollar hätten einen weiteren Anstieg verhindert. Ein wieder stärkerer Dollar würde Rohöl für viele Länder teurer machen und die Nachfrage dämpfen.

Die Commerzbank erachtet das Potenzial bei Rohöl derzeit für ausgereift und rechnet mit einer baldigen Korrektur. „Neben der schwachen Nachfrage könnten die Maßnahmen der US-Behörden dazu beitragen.“ So habe die US-Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde FTC Ende vergangener Woche eine Regel erlassen, wonach die Manipulation der Ölmärkte verboten ist und mit einer Strafe von bis zu einer Millionen Dollar pro Tag geahndet werden kann. Die US-Börsenaufsicht CFTC wolle die Energiemärkte ebenfalls strenger regulieren.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 71,96 US-Dollar - das waren 96 Cent weniger als am Donnerstag. Die OPEC berechnet ihren täglichen Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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