Rohstoffe
Ölpreis erklimmt neues Rekordhoch

Der Ölpreis ist am Dienstag auf ein Rekordhoch von gut 129 Dollar gestiegen. Allein seit Monatsbeginn hat der Preis um mehr als zehn Dollar zugelegt. Getrieben wurde die Rally der vergangenen Tage von den jüngsten Konjunkturdaten aus Übersee und Europa, die deutlich besser ausgefallen waren als erwartet.

HB FRANKFURT. Ein Fass der US-Sorte WTI verteuerte sich um 79 Cent auf 127,84 Dollar. Die in Europa führende Nordseesorte Brent stieg am Dienstag um 84 Cent auf 125,90 Dollar.

„Ungeachtet des starken Momentums am Ölmarkt stehen wir der jüngsten Preisrally skeptisch gegenüber“, schrieb LBBW-Analyst Sven Streitmayer in einer Studie. „Fundamentale Argumente für die steile Aufwärtsbewegung der letzten zwei Wochen erscheinen zurzeit jedenfalls knapper als der Rohstoff selbst.“

Ein entscheidender Einflussfaktor für die Preisentwicklung am gesamten Rohstoffmarkt könnten Analysten zufolge die Auswirkungen des verheerenden Erdbebens in China werden. Die am härtesten betroffene Provinz Sichuan ist zwar überwiegend landwirtschaftlich geprägt; einer LBBW-Studie zufolge aber ein wichtiger Rohstofflieferant: Bei Erdgas liefere Sichuan 27 Prozent der gesamten chinesischen Produktion. Bei Aluminium und Zink verfüge die Region über fünf beziehungsweise vier Prozent der Verhüttungskapazität des Landes.

Darüber hinaus liefere die Provinz rund zehn Prozent der nationalen Blei-Minenproduktion und sei Zentrum für Legierungsmetalle wie Chrom oder Mangan. Knapp 20 Prozent der aus Wasserkraft gewonnenen Energie käme aus Sichuan, was die angespannte Situation bei der Stromversorgung weiter verschärfen dürfte. „Vor diesem Hintergrund erwarten wir in den kommenden Tagen vor allem bei den Basismetallen weitere Preissteigerungen“, schlussfolgern die LBBW-Analysten.

Am Dienstag stabilisierten sich die Preise für Aluminium und Zink um 3000 beziehungsweise 2250 Dollar je Tonne. Die Preise waren zuletzt nach oben geschnellt. Der Kupfer-Preis gab etwas nach auf 8250 Dollar je Tonne.

Gold kostet in etwa so viel wie am Vortag und wechselte zu 906,70 Dollar je Feinunze den Besitzer.

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