Rohstoffe
Ölpreis fällt weiter

Ein Barrel kostet jetzt weniger als 68 US-Dollar, rund einen Dollar weniger als gestern. Rohstoffexperten halten den Anstieg in der vergangenen Woche für übertrieben, außerdem sind die Benzin-Lager in den Vereinigten Staaten voller als gedacht. Jetzt drücken Gewinnmitnahmen die Preise.

NEW YORK/LONDON/WIEN. Ein überraschend hoher Anstieg der Benzinvorräte in den USA hat am Donnerstag den Ölpreis wieder deutlich unter 70 Dollar je Fass gedrückt. „Die globalen Konjunkturerwartungen haben sich wieder eingetrübt, und deshalb könnte der Ölpreis weiter sinken“, sagte Händler Benson Wang von Commodity Broking Services in Sydney.

Außerdem sei absehbar, dass einige Investoren nach einem mehr als vierzigprozentigen Preisanstieg im abgelaufenen Quartal Kasse machten. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI kostete am Mittag mit 67,84 Dollar gut zwei Prozent weniger als am Vorabend. Ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent notierte mit 67,49 Dollar knapp zwei Prozent niedriger.

Nach Angaben der Energiebehörde (EIA) vom Vorabend waren in der vergangenen Woche die Benzinbestände in den USA überraschend deutlich um 2,3 Millionen Barrel gestiegen. Laut Händlern zeigte dies, dass die Nachfrage weiter zu wünschen übriglässt.

Auch an den übrigen Rohstoffmärkten ging es mit den Preisen nach unten. Kupfer verbilligte sich um über zwei Prozent auf rund 5 000 Dollar je Tonne. Händler führten dies vor allem auf den Kursanstieg des Dollar zurück. Die bei der Londoner Börse (LME) gemeldeten Kupferbestände gaben weiter nach. Auch Aluminium verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 1643 Dollar.

Der Goldpreis gab ebenfalls nach. Die Feinunze rutschte erneut unter 940 Dollar und kostete mit 933,10 Dollar 0,7 Prozent weniger als am Vorabend. Da in den USA wegen des Feiertages am Samstag - die Börsen bleiben am Freitag schon geschlossen - ein langes Wochenende bevorstehe, könnte es zu erratischen Preisbewegungen kommen, warnten Händler.

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