Rohstoffe
Ölpreis gibt etwas nach – Gold-Nachfrage zieht an

Nach einem frühen Kursanstieg hat der Ölpreis am Montagnachmittag wieder etwas nachgegeben. Händlern zufolge ließ die Angst vor Förderproblemen im Golf von Mexiko durch einen Wirbelsturm nach. Entsprechend gewannen Konjunktursorgen wieder Oberhand - und damit die Erwartung einer sinkenden Öl-Nachfrage.

HB FRANKFURT. Ein Fass der US-Sorte WTI verbilligte sich am Montagnachmittag um 50 Cent auf 113,25 Dollar. Die in Europa führende Nordseesorte Brent kostete 112,18 Dollar und damit 37 Cent weniger als im späten Freitagsgeschäft.

Der Tropensturm "Fay", der über Kuba wütet, wird nach neuesten Berechnungen des Hurrikan-Zentrums von Miami in Richtung Florida ziehen und dort an der Westküste aufschlagen. Belastungsfaktor blieb Händlern zufolge die teilweise unsichere Versorgungslage. Wegen der Auseinandersetzungen um Südossetien läuft der Transport über georgisches Gebiet noch nicht wieder reibungslos, Analysten verwiesen zudem auf kämpferische Auseinandersetzungen im wichtigen Öl-Export-Land Nigeria. Der Konflikt des Westens mit dem Iran ist seit Monaten am Schwelen.

Seit Mitte Juli für ein Fass US-Öl mehr als 147 Dollar gezahlt worden, ist der Preis um mehr als zwanzig Prozent gefallen. Am Freitag war das Fass WTI-Öl zeitweise zu 111,34 Dollar zu haben gewesen.

Gold wurde etwas teurer als zum Wochenausklang gehandelt. Die im frühen Geschäft erreichten Kurse von 803,65 Dollar je Feinunze bröckelten aber im Handelsverlauf ab, am frühen Nachmittag zahlten Händler noch rund 795 Dollar und damit etwa zehn Dollar mehr als zum Wochenschluss. Nach Einschätzung der LBBW sprechen "labile Finanzmärkte" und hohe Inflationsraten für das gelbe Metall. Politische Konflikte wie jüngst in Georgien und der anhaltende Streit um das Atomprogramm des Iran verdeutlichen, dass der Krisenbonus für Gold sich auch sehr schnell wieder ausweiten könnte." Im wichtigen indischen Markt dürfte außerdem ein hoher Nachholbedarf bei Schmuckkäufern bestehen, der sich auf dem aktuellen Preisniveau in einer deutlich anziehenden Nachfrage niederschlagen sollte. Der Preis für Platin, der im frühen Geschäft um fünf Prozent in die Höhe geschossen war, pendelte am Nachmittag um 1367 Dollar je Feiunze und damit in etwa auf dem Schlussniveau von New York.

Kupfer verbilligte sich um 45 auf 7350 Dollar je Tonne. Händlern zufolge blieb der Markt aber gut unterstützt, da die Produktion in wichtigen Minen nur gedrosselt laufe. Nach Einschätzung der Commerzbank erhielten die Metallpreise zusätzliche Unterstützung durch Kommentare des Bergbaukonzerns BHP, der mit einer weiterhin robusten Rohstoffnachfrage rechnet.

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