Rohstoffe
Ölpreis gibt nach

Die Mehrheit der Opec-Staaten ist dem Iran zufolge für eine Verlängerung der Förderbremse im kommenden Jahr. Marktteilnehmer beeindruckte die Nachricht nicht. Der Ölpreis gibt zu Wochenbeginn nach.
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LondonTrotz der Aussicht auf eine Verlängerung der Förderbremse durch die Opec und ihre Partner sind die Ölpreise am Montag ins Rutschen gekommen. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um zwei Prozent auf 61,44 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 55,57 Dollar 1,7 Prozent weniger. Offenbar nähmen einige Anleger am Terminmarkt ihre Gewinne der vergangenen Woche mit, sagte ein Börsianer. Zwar rechneten fast alle mit einer Verlängerung der seit Jahresbeginn geltenden geringeren Förderquoten. Doch gebe es Zweifel, ob tatsächlich die Ölschwemme dadurch vermindert werde. Auch gebe es unterschiedliche Prognosen über die Nachfrage nach Öl.

Die endgültige Entscheidung der Opec dürfte auf dem nächsten Treffen am 30. November fallen, sagte der iranische Ölminister Bidschan Sanganeh am Montag der iranischen Nachrichtenagentur ISNA zufolge. Das Kartell hatte sich im vorigen Jahr mit weiteren wichtigen Öl-Ländern wie Russland auf eine Drosselung der Förderung verständigt. Die Vereinbarung läuft im März 2018 aus. Absicht der Opec war es, nach dem Verfall der vergangenen Jahre die Ölpreise auf höherem Niveau zu stabilisieren. Anfang November war der Brent-Preis auf dem Weg in Richtung 65 Dollar je Fass gewesen, nachdem er im Juni noch unter 50 Dollar gelegen hatte. Den Preisanstieg hatten einige Börsianer als übertrieben beschrieben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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