Rohstoffe
Ölpreis greift 80-Dollar-Marke an

Ein schwächerer Dollar hat die Nachfrage nach Rohstoffen zum Wochenbeginn angefacht. Zudem stützt die Hoffnung auf eine Erholung der US-Wirtschaft die Preise. Öl kostet fast 80 Dollar.
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HB FRANKFURT. Der Ölpreis hat am Montagnachmittag deutlich zugelegt. Ein Fass WTI kostete mit 79,73 Dollar rund drei Prozent mehr als am Freitag, der Preis für Brent stieg ebenfalls um fast drei Prozent auf 79,42 Dollar.

"Die anziehenden Aktienmärkte und überraschend positive US-Daten haben den Ölpreis noch einmal angetrieben", sagte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Zudem stütze ein weiter nachgebender Dollar.

Der überraschend starke Anstieg der Hausverkäufe in den USA schürte Börsianern zufolge die Hoffnung auf eine weitere Erholung der Wirtschaft.

Ein fallender Dollar macht die in der US-Währung abgerechneten Rohstoffe für Investoren außerhalb des Dollar-Raumes günstiger. Der Greenback war unter Druck geraten, nachdem ein führender Vertreter der US-Notenbank Fed eine Ausweitung der Wertpapierrückkäufe durch die Fed gefordert und einen langfristig niedrig bleibenden Leitzins prognostiziert hatte. Zum Euro wie auch zu einem Korb aus sechs Währungen büßte die US-Währung fast ein Prozent ein.

Analysten begründeten den Anstieg auch mit Spekulationen um eine mögliche Angebotsverknappung angesichts neuer Spannungen im Nahen Osten. Der Iran hatte am Wochenende ein großangelegtes Militär-Manöver begonnen, bei dem der Schutz der Atomanlagen des Landes trainiert werden sollte. Gleichzeitig drohte die islamische Republik damit, Raketen auf Israel abzuschießen, sollten seine Atomanlagen angegriffen werden.

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