Rohstoffe
Ölpreis klettert über 80-Dollar-Marke

Der US-Ölpreis ist am Mittwochabend auf ein neues Rekordhoch bei über 80 Dollar geklettert. Am Donnerstag gab er zwar wieder leicht nach. Doch die Gewinnmitnahmen könnten von kurzer Dauer sein, denn in Mexiko zieht ein neuer Hurrikan seine Kreise. Auch der Opec-Ölpreis liegt auf Rekordniveau. Händler sorgen sich über Rückgang der Lagerbestände. In Deutschland bekommen das die Käufer von Heizöl zu spüren.

HB SINGAPUR. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober 79,61 Dollar. Das waren 30 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Ein überraschend deutlicher Rückgang der Rohölvorräte der USA hatte den US-Ölpreis am Mittwoch auf ein neues Rekordniveau steigen lassen. In der Spitze kostete ein Barrel der US-Sorte WTI 80,18 Dollar. Damit wurde das bisherige Rekordhoch des US-Ölpreises von 78,77 Dollar merklich übertroffen. Die US-Bestände an Rohöl waren in der vergangenen Woche um über sieben Mill. Barrel zurückgegangen, während Experten mit einem wesentlich geringeren Rückgang um drei Mill. Barrel gerechnet hatten.

Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, die den WTI-Preis am Donnerstag wieder etwas von seinem neuen Rekordhoch zurückgeführt hätten. Gleichwohl bleibe die Situation an den Ölmärkten fundamental angespannt, sagte Analyst Victor Shum vom Energieberatungsunternehmen Purvin and Gertz. Die laufende Hurrikan-Saison und die nach wie vor hohe Öl-Nachfrage würden die Ölpreise weiterhin hoch halten.

Auch Opec-Ölpreis auf neuer Rekordhöhe

Auch der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder ist am Mittwoch auf neue Rekordhöhen gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag in Wien kostete ein Barrel (159 Liter) im Durchschnitt 74,21 US-Dollar im Vergleich zu 73,13 Dollar am Vortag.

Die Opec berechnet ihren so genannten Korbpreis inzwischen auf der Basis von zwölf wichtigen Rohölsorten aus den Fördergebieten des Kartells. Seit Anfang September wird für die Berechnung noch eine wichtige angolanische Sorte einbezogen. Die Ölminister der Organisation hatten am Dienstag eine geringfügige Erhöhung ihrer Förderquoten um 500 000 Barrel täglich beschlossen, um den drastischen Preisanstieg der letzten Wochen zu bremsen. Dies wurde jedoch von den Märkten als zu gering angesehen.

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