Rohstoffe
Ölpreis klettert wieder über 71 Dollar

Die Aufwärtsbewegung an den internationalen Aktienmärkten und ein schwächerer Dollar haben am Dienstag auch dem Ölpreis Auftrieb gegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI lag am späten Nachmittag bei knapp 69 Dollar nach knapp 65 Dollar am Mittag.

HB FRANKFURT. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um rund sieben Prozent und kostete 64,75 Dollar. An der New Yorker Rohstoffbörse zog der Preis für US-Öl zur Lieferung im Dezember noch einmal kräftig an und überwand die Marke von 71 Dollar. Händler verweisen auf den Kursverfall des Dollar und Anzeichen dafür, dass die von der Opec jüngst beschlossene Senkung der Förderquote um 1,5 Millionen Barrel pro Tag wohl befolgt werde.

"Händler konzentrieren sich für die nächsten 24 Stunden auf genau ein Ereignis: Das sind die US-Wahlen", sagte ein Händler. "Die Märkte haben einen Sieg von Obama eingepreist, weil er in den Umfragen vorn liegt", sagte Analyst Edward Meir von MF Global. "Aber wenn die Demokraten mit großem Vorsprung im Senat und im Parlament gewinnen, dann werden wir eine deutliche Bewegung an den Aktienmärkten - und in Folge auch an den Rohstoffmärkten - sehen." Der Demokrat Barack Obama führt in den jüngsten Umfragen vor dem Republikaner John McCain.

Der Goldpreis zog angesichts des nachgebenden Dollar etwas an. Die Feinunze wurde um 737 Dollar gehandelt und damit rund 15 Dollar höher als im späten Geschäft am Montag. Händler verwiesen auch auf eine anziehende Nachfrage in Indien, wo wichtige Feiertage anstehen, zu denen traditionell Goldschmuck verschenkt wird. Für die Feinunze Platin zahlten Händler um 815 Dollar und damit fünf Dollar mehr als im späten Geschäft am Montag.

Bei den Industriemetallen zogen die Notierungen wieder etwas an. Eine Tonne Kupfer kostete 4210 Dollar und damit 20 Dollar mehr als am Vortag. Händler sprachen von einer Korrektur nach den jüngst heftigen Preiseinbrüchen.

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