Rohstoffe
Ölpreis legt zu – Opec rechnet mit sinkender Nachfrage

Der Ölpreis legt wieder deutlich zu. Politsche Spannungen treiben den Preis. Doch die Opec sieht keine Notwendigkeit, ihre Förderung zu erhöhen. Im Gegenteil: Das Ölkartell geht davon aus, dass die Nachfrage sinken wird.

HB NEW YORK/LONDON. Der Ölpreis ist am Dienstag in New York wieder über die Marke von 146 Dollar gestiegen. Öl der Sorte Light Sweet Crude für August verteuerte sich um 1,11 Dollar auf 146,29 Dollar pro Barrel (159 Liter). In London stieg der Preis für die Nordsee-Marke Brent um 1,44 Dollar auf 145,36 Dollar.

Zuvor hatte es schlechte Nachrichten rund ums Öl gegeben: So sorgten anhaltende Spannungen zwischen dem Iran auf der einen und den USA sowie Israel auf der anderen Seite für Sorge. Zu Produktionsausfällen führten Streiks auf den Bohrinseln vor der brasilianischen Küste. Die Bohrarbeiter begannen einen fünftägigen Streik auf 33 Bohrinseln, auf zwölf davon kam die Produktion nach Gewerkschaftsangaben zunächst zum Erliegen. Petrobras fördert täglich 1,6 Millionen Barrel Öl und gilt als die sechstgrößte Ölfirma der Welt.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) rechnet langfristig dennoch mit einem geringeren Wachstum der Ölnachfrage. Für das Jahr 2008 senkte das Rohstoffkartell seine Prognose für angesichts der schwächeren Weltwirtschaft um 100 000 Barrel pro Tag, wie aus dem aktuellen Monatsbericht hervorgeht. Außerdem sei für 2009 mit einem geringeren Nachfragezuwachs zu rechnen als im Jahr 2008.

"Die fundamentalen Marktbedingungen haben sich klar abgeschwächt. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen und im nächsten Jahre verstärken", heißt es in dem Bericht. Beobachter sagten, diese Aussagen deuteten darauf, dass die Opec keine Notwendigkeit sieht, ihre Förderung in naher Zukunft zu erhöhen.

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