Rohstoffe
Ölpreis: Nachfrage rückt wieder in Mittelpunkt

Der Ölpreis ist am Mittwoch nach dem Abebben der Sturmgefahr in den USA und bei wachsender Sorge über die Stärke der globalen Nachfrage leicht gesunken.

HB SINGAPUR. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Oktober 109,13 Dollar und damit 58 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 41 Cent auf 107,93 Dollar. Die nachlassende Stärke des Tropensturms "Gustav" hatte den Ölpreis am Dienstag zeitweise auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten gedrückt.

"Es ist die Wirtschaft - jeder ist besorgt über die Nachfrageentwicklung", sagte Robert Nunan von Mitsubishi. Kurzfristig hätten der Sturm "Gustav" sowie die politischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen im Zwist um die Lage in Georgien die Entwicklung an den Ölmärkten überlagert. Nun gewinne wieder die zu erwartende geringere Nachfrage wegen der globalen Abschwächung des Wirtschaftswachstums die Oberhand.

USA geben kleine Ölmenge aus nationaler Reserve frei

Wegen Versorgungsengpässen nach dem Hurrikan "Gustav" geben die USA eine kleine Menge aus ihrer strategischen Ölreserve frei. Wie das US-Energieministerium am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, werden 250 000 Barrel bereitgestellt. Es reagierte mit der Freigabe auf eine Anfrage der Citgo-Raffinerie in Lake Charles in Louisiana. Die Raffinerien im Süden der USA hatten ihre Produktion wegen "Gustav" drosseln müssen. Die strategische Ölreserve der USA umfasst rund 700 Millionen Barrel.

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