Rohstoffe
Ölpreis-Rückgang alarmiert Opec

Der starke Preisverfall am Ölmarkt ruft die Opec-Staaten auf den Plan. Auf einem Sondertreffen im November wollen die Mitglieder des Kartells über Einschnitte bei den Förderquoten beraten.

HB WIEN. Nach dem deutlichen Rückgang des Ölpreises plant die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) offenbar ein Sondertreffen zur Kürzung der Förderung. Die Gemeinschaft habe zu einer außerordentlichen Zusammenkunft aufgerufen, bestätigte Venezuelas Präsident Hugo Chavez am Mittwoch in einer Fernsehansprache. Über Ort oder Termin des Treffens machte er keine Angaben. Nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Algeriens APS sollen die Gespräche am 18. November in Wien vorgesehen. Das nächste Opec-Treffen hätte turnusgemäß im Dezember stattfinden sollen.

"Falls der Markt einen Einschnitt braucht, dann machen wir das", sagte der Ölminister des Golf-Emirats Katar, Abdullah bin Hamad al-Attija, der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir werden das liefern, was der Markt braucht. Angesichts der Konjunkturabkühlung werden wir möglicherweise eine sinkende Nachfrage erleben, aber dies ist derzeit noch nicht abzusehen."

Seit seinem Rekordhoch im Juli ist der Ölpreis um 40 Prozent eingebrochen. Der Preis der US-Richtqualität West Texas Intermediate (WTI) sank am Mittwoch zeitweise auf ein Jahrestief bei 86,05 Dollar je Barrel (159 Liter). Seither konnte er sich nur leicht erholen und notierte heute morgen bei 87,60 Dollar.

Der Korbpreis für die dreizehn Rohölsorten der Opec sank gestern bis auf 77,38 Dollar je Barrel. Der OPEC-Korbpreis umfasst die Sorten Saharan Blend (Algerien), Girassol (Angola), Oriente (Ecuador), Minas (Indonesien), Iran Heavy (Iran), Basra Light (Irak), Kuwait Export (Kuwait), Es Sider (Libyen), Bonny Light (Nigeria), Qatar Marine (Katar), Arab Light (Saudi-Arabien), Murban (VAE) und BCF 17 (Venezuela). Der Preisbandmechanismus der OPEC ist seit dem 30. Januar 2005 offiziell ausgesetzt.

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