Rohstoffe
Ölpreis sackt kräftig ab

Schwache US-Daten und die Sorge vor steigenden Lagerbeständen haben den Ölpreis um mehr als zwei Prozent gedrückt, die 80-Dollar-Marke liegt in weiter Ferne.
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SINGAPUR. Die Ölpreise haben am Mittwoch nach neuen US-Öllagerdaten einen Großteil ihrer Kursgewinne eingebüßt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar kostete am Abend 76,08 Dollar. Das waren sechs Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Zwischenzeitlich war der US-Ölpreis bis auf 76,60 Dollar geklettert. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg zuletzt noch um 40 Cent auf 76,86 Dollar.

In den USA sind die Lagerbestände an Rohöl und Benzin nach Angaben des US-Energieministeriums in der vergangenen Woche gestiegen. Die Vorräte an Rohöl und Benzin erhöhten sich dabei jeweils um eine Million Barrel, während die Destillate-Vorräte (Heizöl, Diesel) um 0,5 Mio. Barrel sanken. Die Rohstoffexperten der Commerzbank hatten mit einem Anstieg der Benzinlagerbestände gerechnet. Eine schwache Nachfrage und hohe Lagerbestände drückten auf den Rohölbedarf. Außerhalb Chinas sei die Ölnachfrage in Japan ebenfalls schwach. Das Land - immerhin der drittgrößte Ölkonsument der Welt - habe im Oktober gut 18 Prozent weniger Rohöl eingeführt als noch vor einem Jahr.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) sank unterdessen deutlich. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 75,22 Dollar. Das waren 1,51 Dollar weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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