Rohstoffe
Ölpreis schwankt heftig

Am Rohstoffmarkt haben am Donnerstag erneut die hohen Schwankungen beim Ölpreis für Gesprächsstoff gesorgt. Für ein Fass der US-Sorte WTI zahlten Händler zwischen 132,60 und 136,99 Dollar.

rtr FRANKFURT. Der Preis für die Nordseesorte Brent schwankte um knapp drei Dollar und kostete zuletzt 132,75 Dollar. Am Vortag war der Ölpreis in Reaktion auf unerwartet stark gesunkene US-Vorräte auf über 138 Dollar gestiegen.

Analysten gehen davon aus, dass der volatile Handel ein Signal für ein bevorstehendes Platzen der Preisblase ist. Seit Jahresbeginn hat der Ölpreis rund vierzig Prozent zugelegt, vor einem Jahr war Öl halb so teuer. Zur Erklärung des heftigen Preisanstiegs verweisen Analysten auf einen Nachfrageschub aus Schwellenländern wie China und Indien. Die Ölproduzenten sprechen dagegen von einem ausreichenden Angebot und machen stattdessen spekulativ orientierte Investoren verantwortlich.

Händlern zufolge richtet sich der Fokus der Investoren nun auf ein für den 22. Juni anberaumtes Treffen der Vertreter der größten Ölproduzenten und-verbraucher in Saudi-Arabien. Dort sollen die jüngsten heftigen Ölpreis-Steigerungen diskutiert werden.

Der Goldpreis gab am Donnerstag mehr als 1,5 Prozent nach auf 868 Dollar. Händler erklärten den Rückgang mit einem Wiedererstarken des Dollar. Spekulationen auf eine inflationsbedingt absehbare Zinserhöhung stützten den Dollar zu einem Korb internationaler Währungen. Im Jahresvergleich ist das Edelmetall ebenfalls deutlich teurer. Dies habe inzwischen zu einer Zurückhaltung der indischen Schmuckkäufer geführt, merken die Analysten der LBBW an. Die indischen Goldimporte seien in den ersten fünf Monaten des Jahres um zwei Drittel zurückgegangen. "Sollte sich die Nachfrageseite wider Erwarten auf absehbare Zeit nicht erholen, dann ist eine Korrektur der Preisprognosen unvermeidbar", heißt es in der LBBW-Studie.



Kupfer verbilligte sich um 90 Dollar je Tonne auf 7810 Dollar. Analysten gehen davon aus, dass die konjunkturelle Schwäche in den USA in den kommenden Monaten zu einer deutlichen Korrektur bei den Basismetallen führen wird.

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