Rohstoffe
Ölpreis setzt Talfahrt fort

Neue Hiobsbotschaften von der US-Konjunktur sowie überraschend stark gestiegene Lagerbestände haben den Druck auf den Ölpreis noch einmal verschärft. Brent-Öl hält sich nur noch knapp über der 50-Dollar-Marke

HB DÜSSELDORF. Die Ölpreise haben am Donnerstag nach schlechten Konjunkturdaten aus den USA und wegen der Sorge über das Schicksal der großen US-Automobilkonzerne weiter nachgegeben. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) 52,85 Dollar und damit 77 Cent weniger als am Vortag. Rohöl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 87 Cent auf 50,85 Dollar.

Eine Reihe von schlechten US-Konjunkturdaten, deren Ausmaß überrascht habe, verstärke die Sorge vor einem weiteren Abrutschen der Weltwirtschaft und einem damit verbundenen Rückgang der Ölnachfrage, hieß es von Experten. Die US-Verbraucherpreise sind im Oktober mit Rekordgeschwindigkeit um 1,0 Prozent gesunken. Dies ist der stärkste monatliche Preisrückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1947. Volkswirte hatten zuvor mit einem nur halb so starken Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatten die Preise noch stagniert. Auf dem Immobilienmarkt brach die Zahl der Baugenehmigungen überraschend deutlich ein und auch die Zahl der Baubeginne ging weiter zurück.

Als klares Indize für den Rückgang der Nachfrage werten Analysten auch die jüngsten Daten zu den Öl-Lagerbeständen in den USA. Danach sind die Rohöllagerbestände sind in der Woche zum 14. November im Vergleich zur Vorwoche um 1,6 Mio. Barrel auf 313,5 Mio Barrel gestiegen. Analysten hatten einen leichteren Anstieg um 0,9 Mio. Barrel prognostiziert.

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