Rohstoffe
Ölpreis stabilisiert sich, Gold gefragt

Unterstützt von einem weiter fallenden Dollar hat sich der Ölpreis am Donnerstag über der Marke von 97 Dollar stabilisiert. Auch wenn Analysten den Preis derzeit für überteuert halten, glauben sie, dass das Barrel in den kommenden Tagen die 100-Dollar-Marke erreichen wird. Angesichts der aufkommenden Rezessionsängste in den USA waren Anlagen in Gold weiter gefragt.

HB FRANKFURT. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI kostete am Nachmittag 97,25 Dollar und damit soviel wie am Vorabend. Am Mittwoch war der Preis für US-Leichtöl noch auf ein Rekordhoch bei 99,29 Dollar geklettert, dann aber kurz vor der Marke von 100 Dollar wieder gesunken.

"Grund dafür waren die starken Verluste an den internationalen Aktienmärkten und die Angst vor einer globalen Konjunkturabkühlung und somit einer fallenden Ölnachfrage“, meinte ein Rohstoffexperte. Das derzeit hohe Niveau des Ölpreises hält er für nicht nachvollziehbar. Dennoch geht der Analyst davon aus, dass Öl in den nächsten Tagen die 100-Dollar-Marke "zumindest kurzfristig“ erreichen wird.

Der Preis für ein Barrel Brent-Öl stieg am Donnerstag um 0,2 Prozent auf 94,99 Dollar pro Fass. Die wöchentlichen US-Öllagerbestandsdaten waren am Mittwoch gemischt ausgefallen. Auf der einen Seite waren die US-Öllagerbestände um 1,07 Mill. Barrel gefallen, während der Markt mit einem Anstieg gerechnet hatte. Auf der anderen Seite stiegen die Vorräte im Vertriebsknotenpunkt Cushing, im US-Bundesstaat Oklahoma, um 1,2 Mill. Barrel.

Angesichts der aufkommenden Rezessionsängste in den USA und dem weiter fallenden Dollar waren Anlagen in Gold weiter gefragt. Der Preis für die Feinunze kletterte um 0,3 Prozent auf 802,50 Dollar. "Der schwache Dollar hält die Preise weiter oben“, sagte ein Händler. Gold wird gerne zur Absicherung von Inflationsrisiken gekauft. Marktteilnehmer sprachen von einem dünnen Geschäft, da wegen eines Feiertages (Thanksgiving) die US-Märkte geschlossen bleiben.

Dagegen ging der Preisverfall bei einzelnen Industriemetallen weiter. Zink verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 2210 Dollar pro Tonne, Blei gab um 0,9 Prozent auf 2865 Dollar pro Tonne nach, Nickel fiel um 0,7 Prozent auf 29 600 Dollar pro Tonne. "Die Basismetalle leiden unter den stärkeren Konjunktursorgen und den dementsprechenden Einbrüchen an den Aktienmärkten“, erklärte ein Rohstoffexperte.

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