Rohstoffe
Ölpreis stürzt noch tiefer

Der Ölpreis setzt seine Talfahrt ungebremst fort. Ein Barrel der Sorte Brent kostet weniger als 70 Dollar. Die Analysten der Deutschen Bank rechnen damit, dass die Talfahrt noch länger andauert.
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FrankfurtDas Nordsee-Öl Brent verlor am Montag in der Spitze um drei Prozent auf 67,06 Dollar je Barrel und notierte damit auf dem tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Auch das US-Öl WTI lag mit 64,10 Dollar je Fass auf dem niedrigsten Stand seit dem Sommer 2009.

Die Opec hatte am Donnerstag entschieden, ihre Fördermenge trotz des rasanten Preisverfalls unverändert zu lassen. Seit Jahresanfang ist der Brentpreis wegen der Wirtschaftsflaute in Europa und China um fast 40 Prozent eingebrochen. Gleichzeitig stieg die US-Ölproduktion auf den höchsten Wert in Jahrzehnten.

Zusätzlich genährt wurden die Konjunktursorgen am Montag durch enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China: Das Wachstum der Industrie hat sich verlangsamt, der amtliche Einkaufsmanagerindex für die Branche sank im November auf 50,3 Punkte von 50,8 Zählern im Oktober. Analysten hatten nur einen Rückgang auf 50,6 Zähler erwartet.

Die Analysten von Nomura und Deutsche Bank rechnen damit, dass der Ölpreis weiter fallen wird. Der Boden befinde sich jetzt bei rund 60 Dollar je Fass oder sogar noch darunter, prognostizieren die Experten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rohstoffe: Ölpreis stürzt noch tiefer"

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  • Herr Fred Meisenkaiser
    Eine komische Erkenntnis von Ihnen nicht erwartete Erkenntnis, dass die USA keinen Despoten hat und Despoten in den Erdölexpottierendenn Ländern wie auch Russland herrschen

  • Eine schlechte Nachricht für Putin und Venezuela
    -----------
    Der Ölpreis befindet sich im freien Fall.
    Warlord Putin rechnete für 2014 mit einem durchschnittliche Preis von 104 Dollar/Barrel.
    Jetzt liegt er bei 64 Dollar, Tendenz fallend.
    Putin rechnet mit Einnahmeverlusten von 100 Milliarden für 2014. Tendenz steigend.
    Wie soll Warlord Putin jetzt seine Kriege und Aufrüstung bezahlen wenn die Einnahmen aus Öl und Gas wegbrechen?
    Müssen wir jetzt ein Spendenkonto für ihn einrichten?

  • @ Herr Johann Brädt

    >> die Amis haben in dem Bereich eine Wettbewerbswirtschaft bei denen die Akteure entsprechend der Marktgegebenheiten reagieren >>

    Meinen Sie Fracking ? Aus meiner Sicht ist das eine Finanzpyramidenwirtschaft und keine Wettbewerbswirtschaft.

    >> Bei den Russen ist die Ölbranche Staatswirtschaft und der Fiskus auf die Einnahmen angewiesen. >>

    Staatswirtschaft ist bei denen nur Rosneft und der Ölbereich der Gasprom. Alle anderen Ölmultis sind Aktiengesellschaften ( Lukoil, Tatneft, Sibneft, TNK, etc.)

    Die Einnahmen für den Staatshaushalt könnte man durch Erhöhung der Quoten steigern.....dann fällt durch das Überangebot aber der Preis wieder !

    >> Alle staatlichen Ölförderer stecken nun in einem Gefangenendilemma, der Preis muss soweit fallen, bis genügend Produzenten tief im Minus stecken. >>

    Den Amis ist das wohl egal....die drucken und verteilen Dollars so viel sie wollen an die Ölbranche. Da muss keine Pleite gehen.


    >> USA und Russland haben je ca. 1/9 Marktanteil, OPEC 1/3 >>

    Mag sein. Mein Argument war, die 3 Größten Player, Saudis, Russen und Amis zu benennen, mit etwa 10 Mio. bbl/day Fördermenge.

    Diese Länder müssen doch hauptsächlich den Ölpreis beeinflussen, nicht alleine der Opec-Verbund.

    Außerdem beeinflussen die Amis den Opec-Verbund voll in ihrem Sinne.

    Das bedeutet, es ist ein Kampf zwischen Amis und Russen mit dem Vorteil der Amis, die Verluste mittels Dollar-Drucken locker ausgleichen zu können.

    Aus meiner Sicht ist der Preisverfall des Öls ein Politspielchen der Amis, um die Russen in die Knie zu zwingen.

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