Rohstoffe

Ölpreis zeigt sich von Krisen unbeeindruckt

Die Ukraine-Krise und die Konflikte im Gazastreifen können dem Ölpreis kaum etwas anhaben. Am Morgen verteuerte sich Rohöl der Sorte Brent nur minimal. Eine kontinuierliche Ölversorgung aus Russland entspannt die Märkte.
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Das schwarze Gold: Die Krise in der Ukraine und im Gazastreifen kann die Ölmärkte nicht beunruhigen. Quelle: dpa

Das schwarze Gold: Die Krise in der Ukraine und im Gazastreifen kann die Ölmärkte nicht beunruhigen.

(Foto: dpa)

SingapurDie Ölpreise haben sich am Montag trotz der zugespitzen Lage in der Ost-Ukraine und im Gazastreifen wenig verändert gezeigt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 107,29 US-Dollar. Das waren fünf Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur August-Lieferung fiel hingegen leicht um 13 Cent auf 103,00 Dollar.

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Silber

Nach einer langen Talfahrt scheint Silber den Boden erreicht zu haben: Im vergangenen Jahr fiel der Preis bis auf 18,20 US-Dollar und bewegte sich danach seitwärts. In diesem Jahr könnte es für den Silberpreis wieder etwas aufwärts gehen: Analysten der UBS sehen die Möglichkeit, dass Silber auch von der verbesserten Konjunktur profitieren wird, da dieses Edelmetall im Unterschied zu Gold auch in der Industrie verwendet wird.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +0,21 Prozent

Ein Jahr: -16,91 Prozent

Drei Jahre: -57,92 Prozent

A jewellery store employee looks at a ring made from purple gold in Singapore
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Palladium

Violettes Gold (siehe Bild) entsteht, wenn man Gold mit Metallen wie Palladium mischt. Seine Hauptanwendung findet Palladium allerdings in der Industrie – es wird beispielsweise für Auto-Katalysatoren verwendet. Investoren fürchten derweil bei Palladium Engpässe: Russland und Südafrika produzieren 80 Prozent des Metalls. Ein Streik in den Minen Südafrikas und mögliche Sanktionen gegen Russland schürten Versorgungsängste, was den Preis deutlich steigen ließ.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +9,1 Prozent

Ein Jahr: +14,92 Prozent

Drei Jahre: +1,9 Prozent

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Gold

Gold hat es derweil auch nicht leicht. Auf die Stimmung beim Goldpreis drückte die Erwartung, dass die Federal Reserve ihr Konjunkturprogramm weiter zurückfahren wird. Der Goldpreis erlitt kürzlich einen Rückschlag, nachdem die US-Verbraucherpreise stärker als erwartet gestiegen waren. Am Markt wurde darauf spekuliert, dass die Fed- Entscheider dadurch mehr Spielraum haben, ihre Maßnahmen weiter zurückzufahren. Kurzfristig half dem Goldpreis allerdings die angespannte Lage in der Ukraine.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +7,28 Prozent

Ein Jahr: -9,23 Prozent

Drei Jahre: -14,2 Prozent

Telekom sichert Kupferkabel mit künstlicher DNA
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Kupfer

Ähnlich wie Silber hat Kupfer eine lange Talfahrt hinter sich. Besserung ist noch nicht in Sicht. Der Abschwung am Kupfermarkt hat allerdings viel mit China zu tun: Zum einen lässt die Nachfrage aus der zweitgrößten Volkswirtschaft nach, zum anderen wird in China kräftig mit dem Industriemetall spekuliert. In China wird Kupfer auch als Sicherheit für zinsgünstige Kredite eingebracht, um Unternehmen zu finanzieren oder auf steigenden Finanzmärkten zu spekulieren. Das rote Industriemetall ist damit zu einem Finanzprodukt geworden, weil damit auch Kapitalkontrollen umgangen werden können. Die Nachfrage aus China ist damit nicht nur industrieller Natur.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: -10,76 Prozent

Ein Jahr: -3,19 Prozent

Drei Jahre: -31,11 Prozent

Platinbarren Imagebild Heraeus Edelmetalle
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Platin

Für den Platinpreis ging es wie bei den meisten Metallen bergab. Allerdings ging es für Platin nicht so stark nach unten wie für Gold. Experten gehen davon aus, dass sich Palladium in diesem Jahr besser entwickeln wird als Platin. Grund seien die steigenden Verkaufszahlen bei Autos, in denen Palladium als Katalysator verwendet wird. Zwar werde das Platinangebot langfristig durch die vielen Streiks in den Platinminen Südafrikas belastet, allerdings sei das Interesse der Investoren an Palladium höher, sagte der Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +2,11 Prozent

Ein Jahr: -2,49 Prozent

Drei Jahre: -23,65 Prozent

Ölpumpen
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Öl (Brent)

Anders als bei den Edelmetallen ging es für den Ölpreis bergauf. In der Ukraine bleibt die Lage angespannt, was den Ölpreis bisher gestützt hat. Der Ölpreis profitiert auch langfristig von einer sich erholenden Weltwirtschaft.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: -0,04 Prozent

Ein Jahr: +12,56 Prozent

Drei Jahre: +0,54 Prozent

Gasflamme auf Herd
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Gas

Der Gaspreis geriet durch die Krise in der Ukraine in den Fokus: Russland erhöhte seine Gaspreise gegenüber der Ukraine, indem es vorher gewährte Rabatte wieder strich. Als Grund hatte Russland Kiews Milliardenschulden genannt. Deutschland hängt zwar auch am Gashahn Russlands, aber eine Angst vor Versorgungsengpässen besteht nicht.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +10,61 Prozent

Ein Jahr: +9,66 Prozent

Drei Jahre: +6,05 Prozent

Im Ukraine-Konflikt werde weiterhin nicht mit einer Einschränkung der Energielieferungen aus Russland gerechnet, sagte Rohstoffexperte Dominic Schnider von der Schweizer Großbank UBS. Im weiteren Handelsverlauf stehen keine wichtigen Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, an denen sich Anleger orientieren könnten.

  • dpa
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