Rohstoffe: Ölpreis zieht an – Gold wird wieder günstiger

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Ölpreis zieht an – Gold wird wieder günstiger

Die Ölpreise haben am Dienstag zugelegt. Zur Begründung verweisen Händler auf eine höhere Nachfrage nach Benzin und den kalten Winter in den USA. Am Goldmarkt machten Investoren dagegen Kasse, nachdem der Preis am Vortag auf ein Rekordhoch gestiegen war.

HB FRANKFURT. An den Rohstoffmärkten sind die Preise für Öl am Dienstag gestiegen. Händler sprachen von einer Reihe kurzfristig relevanter Impulse wie die saisonal bedingt höhere Nachfrage nach Benzin, den zuletzt nachgebenden Dollar und die Förderdrosselungen der Opec. US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 75 Cent auf 46,48 Dollar je Fass. Die Nordseesorte Brent wurde 46 Cent höher zu 47,42 Dollar gehandelt.

Preisstützend wirkten den Analysten der Commerzbank zufolge auch Wetterprognosen, wonach der Winter in weiten Teilen der USA in diesem Jahr kälter ausfallen wird als normal. Zudem sei derzeit knapp die Hälfte der australischen Ölproduktion durch einen Zyklon lahmgelegt. Ein Preisanstieg bei Rohöl auf über 50 Dollar sei wegen der prall gefüllten Lager aber kurzfristig nicht zu erwarten.

Am Goldmarkt machten Investoren Kasse, nachdem der Preis am Vortag auf ein Dreieinhalb-Monats-Hoch von 915 Dollar je Feinunze gestiegen war. Das überwiegend von der Schmuckindustrie nachgefragte Edelmetall wechselte zu 896 Dollar je Feinunze den Besitzer. Analyst Thorsten Proettel von der LBBW sprach von einer kurzfristigen Korrektur. In den vergangenen Wochen hätten sowohl US-amerikanische als auch europäische Anleger unabhängig von der Wechselkursentwicklung verstärkt Gold nachgefragt.

„Die weltweite Wirtschaftskrise, deren offener Ausbruch mittlerweile rund anderthalb Jahre zurückliegt, ist noch lange nicht abgearbeitet“, sagte Proettel. Die Märkte dürften noch einige Zeit von schlechten Nachrichten überflutet werden. „Doch selbst wenn die Krise schneller als vermutet überwunden wird, dürfte Gold seine Funktion als sicherer Hafen nicht einbüßen.“

Bei den Industriemetallen verbilligte sich Kupfer um 2,3 Prozent auf 3435 Dollar je Tonne, was Händler mit Gewinnmitnahmen begründeten. Am Vortag hatte der Preis für das vorwiegend in der Bauindustrie genutzte Industriemetall unter anderem vom unerwarteten Anstieg der US-Verkäufe bestehender Eigenheime profitiert. Dies hatte Hoffnungen auf eine absehbare Trendwende am US-Immobilienmarkt geschürt. Wegen des Neujahrsfestes blieben viele asiatische Märkte weiter geschlossen, so dass das Handelsvolumen äußerst gering war.

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