Rohstoffe
Ölpreis zieht wieder an

Aufgrund der erneuten Kursverluste des Dollar hat der Ölpreis am Montag die Marke von 77 Dollar wieder übersprungen. Darüber hinaus stützten überraschend starke Konjunkturdaten aus Japan den Markt, sagten Börsianer.
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HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember kostete im Mittagshandel 77,36 Dollar. Das waren 1,01 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zu Januar-Auslieferung stieg um 99 Cent auf 77,30 Dollar.

Händler begründeten die Kursgewinne zum einen mit dem wieder schwächeren Dollar. Zum anderen wurde auf robuste Konjunkturdaten aus Japan verwiesen. Die japanische Volkswirtschaft war im dritten Quartal so kräftig wie seit zwei Jahren nicht mehr gewachsen. Dies habe auch die Stimmung am Ölmarkt gehoben, hieß es. Japan ist nach den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

"Da der Markt gegenwärtig offensichtlich vor allem stimmungsgetrieben ist, bleibt das Rückschlagspotenzial im Fall von Gewinnmitnahmen sehr hoch", schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dies durch eine offizielle Angebotsausweitung durch die Opec bei der nächsten Sitzung im Dezember geschieht, sei relativ gering. Die Opec-Länder sprechen sich derzeit mehrheitlich für eine Beibehaltung der derzeitigen Fördermenge aus. Laut Commerzbank müsste die Opec die Produktion eigentlich weiter drosseln, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dies sei jedoch angesichts der hohen Ölpreise sehr unwahrscheinlich.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist weiter gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 75,26 $. Das waren 80 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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