Rohstoffe
Ölpreise entwickeln sich uneinheitlich

Die Euro-Krise belastet auch die Rohstoffmärkte. Vor dem Hintergrund der unsicheren Nachrichtenlage schwanken die Preise für Rohöl. Der Goldpreis erholt sich jedoch leicht - liegt aber in der Wochenbilanz deutlich im Minus.
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DüsseldorfDie Ölpreise haben am Freitag im asiatischen Handel uneinheitlich tendiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete 109,51 US-Dollar und damit 25 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Am Donnerstag hatte die hohe Nachfrage vor dem Winter den Preis nach oben getrieben. „Der Markt ist sehr knapp vor dem Winter und die Raffinerien bieten gegeneinander um Öl“, sagte Christophe Barret, Ölanalyst von Credit Agricole.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) war am Vortag um 0,5 Prozent gesunken. Am neuen Handelstag stieg der Preis jedoch schon um 21 Cent auf 86,28 Dollar.

Händler begründeten die uneinheitliche Kursentwicklung mit der unsicheren Nachrichtenlage rund um den anstehenden EU-Krisengipfel. Diese habe zu unentschlossenem Handeln an den Märkten geführt. Die EU-Finanz- und Staatschefs kommen am Wochenende zusammen - eigentlich um sich auf ein weiteres Vorgehen in der Krise zu einigen. Nach Streitigkeiten zwischen den beiden größten Euro-Ländern Deutschland und Frankreich ist die Aussicht jedoch unklar. Wichtige Aspekte wurden kurzfristig ausgeklammert.

Der Goldpreis ist zum ersten Mal seit fünf Tagen wieder gestiegen. Damit verbesserte er seine schlechteste Wochenbilanz seit einem Monat wieder etwas. Der Preis für eine Unze stieg um 0,6 Prozent auf 1.629 Dollar. Ingesamt verlor das Edelmetall diese Woche jedoch 3,1 Prozent - das ist der größte Verlust seit dem 23. September.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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