Rohstoffe
Ölpreise fallen erneut

Auch am Dienstag sind die Ölpreise gefallen. Am Markt hieß es, es zeichneten sich zunehmend Konfliktlinien innerhalb des Ölkartells Opec ab.
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SingapurDie Ölpreise sind auch am Dienstag gefallen, allerdings mit etwas geringerem Tempo. Rohöl der US-Sorte WTI notierte am Terminmarkt mit 74,53 Dollar je Barrel 1,5 Prozent leichter. Das Barrel der in Europa üblichen Sorte Brent lag mit 78,49 Dollar ein Prozent im Minus.

Unterdessen hat Venezuela nach Auskunft des Außenministeriums in Caracas mit Russland über Wege zur Stützung des Ölpreises gesprochen. Öl hat seit dem Hoch im Juni rund 32 Prozent an Wert verloren, ohne dass bislang Schritte gegen den Preisverfall unternommen wurden.

Seit Wochenbeginn deutet sich am Ölmarkt eine Stabilisierung an. Am Markt hieß es, es zeichneten sich zunehmend Konfliktlinien innerhalb des Ölkartells Opec ab. Eine Produktionskürzung erscheint zwar immer noch unwahrscheinlich.

Während Opec- Mitglieder wie Saudi-Arabien den Ruf nach Senkungen zurückgewiesen haben, suchen Venezuela, Libyen und Ecuador nach Möglichkeiten zur Stabilisierung der Preise. Ein tiefer Einschnitt ist nach Ansicht von Goldman Sachs Inc. nicht im Interesse der Opec-Mitglieder, da hierdurch die Förderung von US-Schieferöl noch angefacht werden könnte.

„Marktteilnehmer gehen zunehmend davon aus, dass die Opec eher keine Kürzungen vornehmen wird“, sagte alleridngs Hong Sung Ki aus dem Research von Samsung Futures Co. in Seoul.

Die Opec-Länder werden sich Ende November in Wien beratschlagen. Zahlreiche Beobachter sprechen von einem Preiskampf zwischen großen Opec-Staaten wie Saudi-Arabien und amerikanischen Schieferölproduzenten. Saudi-Arabien ist das mit Abstand größte Ölförderland in der Opec.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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