Rohstoffe
Ölpreise geben nach US-Lagerdaten Gewinne ab

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach US-Öllagerdaten unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar kostete am Abend 72,65 Dollar. Das waren drei Cent mehr als zum Handelsschluss am Dienstag.

HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Zwischenzeitlich war der US-Ölpreis bis auf 73,87 Dollar geklettert. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Januar sank um 50 Cent auf 74,69 Dollar.

Händler begründeten die schwächere Tendenz mit den US-Lagerdaten. Während sich die Lagerbestände an Benzin und Destillaten in der vergangenen Woche erhöhten, gingen die Rohölbestände laut US-Energieministerium deutlich zurück. Diese sanken um 3,8 Mill. Barrel auf 336,1 Mill. Barrel. Die Benzinbestände erhöhten sich hingegen um 2,2 Mill. auf 216,3 Mill. Barrel und die Destillate-Vorräte (Heizöl, Diesel) legten um 1,6 Mill. auf 167,3 Mill. Barrel zu. Bei den Daten des US-Energieministeriums wurde laut Commerzbank ein Rohöl-Lageraufbau von 250 000 Barrel erwartet. Laut Bankhaus überwiegt das Risiko eines erneuten Preisrückgangs.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 74,80 Dollar. Das waren 96 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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