Rohstoffe
Ölpreise gehen zurück

Die Ölpreise befinden sich derzeit auf einer Berg- und Talfahrt. Nach den starken Gewinnen am Vortag, sind die Preise am Donnerstag wieder gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel Brent zur Lieferung im Mai 56,72 Dollar.
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SingapurDie Ölpreise sind am Donnerstag nach den starken Gewinnen des Vortages zunächst etwas gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 56,72 US-Dollar und damit 38 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 40 Cent auf 49,69 Dollar.

Die Ölpreise waren am Mittwoch stark gestiegen, nachdem die US-Regierung neueste Daten zur Ölproduktion vorgelegt hatte. Die Raffinerien in den USA haben ihren Anteil nordamerikanischen Rohöls zur Weiterverarbeitung auf den höchsten Stand seit nahezu 30 Jahren gesteigert. Das lokal erzeugte Öl erwies sich als günstiger als die Importware. Das geht aus Daten des US-Energieministeriums hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Demnach betrug im Januar der verarbeitete Anteil Rohöl aus den USA, aus Kanada und aus Mexiko 85 Prozent der Gesamtmenge. Zugleich hat die weiter steigende Ölproduktion in Kanada und den USA die Lagerbestände auf 471,4 Millionen Barrel und damit den höchsten Wert seit 1930 getrieben. Die Sorte West Texas Intermediate kostete im Durchschnitt des ersten Quartals 6,26 Dollar je Barrel weniger als Brent.

„Viel unabhängige Raffinereibetreiber nutzen das nordamerikanische Öl und senken damit die Kosten”, sagte Carl Larry von Frost & Sullivan in Houston. „Darauf haben die USA doch lange gewartet: Ölverorgungssicherheit. Alleine das Öl von uns und aus Mexiko und Kanada kann die Raffinerien mittlerweile am Laufen halten”, sagte er. Die Schieferölförderung hat die USA bereits im Jahr 2013 zum drittgrößten Ölproduzenten der Welt gemacht, wie aus Daten von BP hervorgeht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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