Rohstoffe
Ölpreise legen wieder leicht zu

HB SINGAPUR. Der US-Ölpreis hat sich am Dienstag von seinen Kursverlusten vom Vortag erholt und ist leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Dezember kostete im asiatischen Handel 94,83 Dollar. Das waren 85 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Am Montag war der Ölpreis auf bis zu 93,70 Dollar gefallen. Auch von seiner Rekordmarke von 96,22 Dollar, die Mitte vergangener Woche erreicht wurde, hat sich der WTI-Preis in den vergangenen Tagen etwas entfernt.

Händler verwiesen trotz der leichten Preissteigerungen auf die etwas entspanntere Lage im Konflikt zwischen der Türkei und der kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak. US-Präsident George W. Bush hatte der Türkei am Montag nach Gesprächen mit dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan eine noch engere Zusammenarbeit im Nordirak-Konflikt zugesagt. Erdogan unterstrich seinerseits die Solidarität der Türkei zu den USA, die eine möglich Militäroperation der Türkei im Nordirak verhindern wollen. Der Irak gilt als der drittgrößte Erdölproduzent der Welt.

Die Rekordjagd der Ölpreise, die seit Beginn dieses Jahres ihren Lauf genommen hat, sei jüngst auch durch neuerliche Sorgen um die US-Konjunktur gebremst worden, hieß es. Hohe Abschreibungen von US-Banken und Rücktritte von Vorsitzenden hätten die US-Hypothekenkrise wieder in das Bewusstsein der Anleger zurückkehren lassen. Sollte die Kreditkrise spürbar auf die Realwirtschaft der USA übergreifen, würde dies die Ölnachfrage der USA als weltweit größter Ölverbraucher merklich sinken lassen, schätzen Analysten.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hatte am Montag einen neuen Höchststand erreicht. Ein Barrel (159 Liter) kostete nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag im Durchschnitt 88,13 US-Dollar, das waren 56 Cent mehr als am vergangenen Freitag (87,57 Dollar).

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