Rohstoffe
Ölpreise legen zu

Die Ölpreise haben sich am Freitag zugelegt. Derweil erholt sich auch der Goldpreis merklich. Damit wurden anfängliche Verluste wieder ausgeglichen. Die US-Arbeitsmarktdaten sorgten für kurzfristige Abgaben.
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SingapurDie Rohölfutures haben am Freitagnachmittag im Plus gelegen. Sie profitierten damit einerseits von den überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten und andererseits von den Spannungen in der Ukraine.

Während in der ostukrainischen Stadt Sloviansk bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Kräften der Ukraine und Separatisten stattfanden, fielen die US-Arbeitsmarktdaten für April überraschend stark aus. Mit einem Anstieg von 288.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft und einer Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent wurden die Schätzungen deutlich übertroffen. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit 218.000 Stellen und 6,6 Prozent Arbeitslosigkeit gerechnet.

„Die Spannungen in der Ukraine eskalieren und das treibt Brent nach oben”, sagte Phil Flynn, Analyst bei der Price Futures Group in Chicago. „WTI wird von den Arbeitsmarktzahlen gestützt, weil sie die Erwartungen an verstärkte Nachfrage schüren.”

Der Juni-Kontrakt für WTI lag zuletzt bei 99,75 Dollar je Barrel und notierte damit 0,3 Prozent höher. Die Nordseesorte Brent tendierte am Terminmarkt mit 108,54 Dollar je Barrel ebenfalls 0,8 Prozent fester.

Der Goldpreis zog unterdessen um 1 Prozent auf 1298,74 Dollar an und erholte sich damit von anfänglichen Verlusten. Die unerwartet starken Arbeitsmarktdaten, die Erwartungen an eine anhaltende Verringerung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank schürten, sorgten nur kurzfristig für Abgaben. Nach der Schwäche der Vortage konnte sich das Edelmetall wieder stabilisieren, zumal die Verbesserung am US-Arbeitsmarkt nicht ganz unerwartet gekommen war. Außerdem stützte die Situation in der Ukraine.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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