Rohstoffe
Ölpreise leicht gesunken

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gesunken. Auch Gold und Kupfer werden günstiger. Ein Grund für den Preisnachlass: Der Dollar kann wieder etwas zulegen.
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HB FRANKFURT. Die leichte Erholung des Dollar hat am Dienstag auf den Rohstoffpreisen gelastet. „Der Dollar ist derzeit entscheidend für die Preisbildung am Rohstoffmarkt“, sagte Analyst Charles Kernot von Evolution Securities. Da Rohstoffe in der Regel auf dem Weltmarkt in Dollar abgerechnet werden, verteuert ein festerer Greenback Gold, Kupfer und Co außerhalb der USA und drückt damit tendenziell die Nachfrage. Die Folge sind sinkende Preise.

Der Dollar machte insbesondere zum Yen Boden gut. Anleger setzten auf weitere Interventionen der japanischen Notenbank gegen die Stärke der Landeswährung.

Die Feinunze Gold verbilligte sich um 0,5 Prozent auf 1331,89 Dollar. Nach Einschätzung von Analyst Pradeep Unni von Richcomm Global Services bleibt der Aufwärtstrend beim Gold trotz der jüngsten Korrektur bestehen. „Die Schmuckindustrie dürfte jeden Preisrückgang nutzen, um sich vor der geschäftigen Festtagssaison mit Gold einzudecken.“ Der Goldpreis war Mitte Oktober auf ein Rekord von 1387,10 Dollar je Feinunze geklettert.

Der Kupferpreis fiel ebenfalls zurück. Die Tonne des Edelmetalls verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 8462,50 Dollar, nachdem die Notierung in der Nacht zu Dienstag noch auf ein 27-Monats-Hoch von 8554 Dollar gestiegen war. Nach Einschätzung der Commerzbank halten sich chinesische Verbraucher wegen der hohen Preise mit Käufen zurück und bauen stattdessen ihre Lagerbestände ab.

Auch der Ölpreis gab nach. Für ein Fass Nordseeöl der Marke Brent wurde mit 83,35 Dollar 0,2 Prozent weniger gezahlt. Die gleiche Menge US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 82,17 Dollar. Nach Aussage von Händlern lastet auf dem Preis zudem die Erwartung, dass die Lagerbestände in den USA angestiegen sind. Angesichts der guten Versorgungslage im weltgrößten Verbraucherland halten die Analysten der DZ Bank das aktuelle Preisniveau für zu hoch. Sie rechnen für die nächsten Wochen mit einer Schwankung des Ölpreises zwischen 70 und 80 Dollar je Barrel.

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