Rohstoffe: Ölpreise nach technischer Reaktion stabilisiert

Rohstoffe
Ölpreise nach technischer Reaktion stabilisiert

Nach den Kurskapriolen am Verfallstag haben sich die Preise am Ölmarkt am Mittwoch wieder stabilisiert. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um rund zwei Prozent auf 41,60 Dollar, das Fass Nordseeöl um 0,6 Prozent auf 43,90 Dollar.

HB FRANKFURT. Händler sprachen am Mittwoch von einer technischen Reaktion der Ölpreise, nachdem am Vortag der Februar-Kontrakt fällig geworden war. „Das ist eine Konsolidierung“, erklärte ein Analyst. In London gerieten unterdessen die Preise für einige Industriemetalle unter Druck. Die schwindenden Nachfrage lässt die Lager für Aluminium und Kupfer immer weiter anschwellen.

Am Vorabend hatte der Februar-Kontrakt auf WTI nach einem zeitweiligen Rückgang um bis zu zehn Prozent massiv zugelegt. Mit 38,74 Dollar je Barrel war der Kontrakt sogar sechs Prozent höher aus dem Handel gegangen. Händler rechneten angesichts der weltweiten Konjunkturschwäche aber nicht mit weiteren Preissteigerungen. „Die Stimmung bleibt sehr schlecht, da aus rein wirtschaftlicher Sicht kein Anstieg der Nachfrage abzusehen ist“, erklärte Analyst Andrey Kryuchenkov von VTB Capital in London.

Nach einer Reuters-Umfrage wird sich die Öl-Nachfrage weltweit in diesem Jahr deutlich schneller abkühlen als bisher angenommen. Bislang habe der immer noch stark steigende Bedarf der Entwicklungsländer den Nachfragerückgang in den Industrieländern ausgeglichen, stellte Francisco Blanch, Rohstoffanalyst der US-Bank Merrill Lynch, fest. Da aber auch dort der Verbrauch nicht mehr so stark steige, sei das nicht länger der Fall. Die Analysten rechnen im Schnitt mit einem Rückgang der weltweiten Nachfrage im laufenden Jahr um 430.000 Barrel pro Tag auf 85,43 Millionen Barrel. Bislang waren sie von einem Rückgang um 20.000 Barrel ausgegangen.

Die Preise für einige Industriemetalle gaben angesichts der ebenfalls sinkenden Nachfrage nach. Die an der Londoner Börse gemeldeten Vorräte beispielsweise an Aluminium stiegen um 88.975 Tonnen auf 2,64 Millionen Tonnen. Das war der größte eintägige Anstieg seit dem 18. Dezember. Der Aluminiumpreis fiel um zwei Prozent auf 1365 Dollar je Tonne. Kupfer verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 3250 Dollar. Die gemeldeten Vorräte haben inzwischen das Niveau von Januar 2004 erreicht.

Der Goldpreis notierte mit 851,15 Dollar je Feinunze 0,4 Prozent niedriger.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%