Rohstoffe
Ölpreise notieren uneinheitlich

Auch an den Rohstoffmärkten ist Fed-Chef Ben Bernanke das Zünglein an der Waage. Während US-Öl von seinen Äußerungen profitiert, notiert Nordsee-Öl im frühen Handel leichter. Zudem sind Edelmetalle wieder gefragter.
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Singapur/FrankfurtDie Ölpreise haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Die amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich, nachdem Notenbankchef Ben Bernanke die Furcht der Anleger vor einem nahenden Ende des Billiggelds gedämpft hatte. Die Nordseesorte Brent wurde hingegen mit leichten Abschlägen gehandelt.

Ein Barrel (159 Liter) WTI zur Lieferung im August kostete am Morgen 106,69 US-Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Mittwochabend. Der Preis für ein Fass Brent fiel um acht Cent auf 108,43 Dollar.

Der WTI-Preis hatte zur Wochenmitte bereits von einem weiteren Rückgang der Ölreserven in den USA profitiert. Sinkende Bestände deuten auf eine steigende Nachfrage hin. Am Abend hatte dann das Protokoll der letzten Sitzung der Notenbank Fed gezeigt, dass die Mehrheit der Währungshüter erst weitere Fortschritte am Arbeitsmarkt sehen will, bevor die massive Liquiditätsunterstützung für die Wirtschaft gedrosselt wird. Fed-Chef Bernanke bekräftigte anschließend in einer Rede, dass die Geldpolitik zunächst locker bleiben dürfte und beflügelte damit die Finanzmärkte.

Dennoch ist die Angst mancher Anleger vor einer anziehenden Inflation nicht aus der Welt. Viele von ihnen investieren wieder in Edelmetalle. Gold verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 1297,71 Dollar je Feinunze. Der US-Goldfuture stieg sogar um 3,9 Prozent auf 1296,50 Dollar. Nomura-Analystin Amber MacKinnon zufolge werde der Preis kurzfristig auf bis zu 1400 Dollar steigen, um dann auf das aktuelle Niveau zurückzufallen. Silber legte in der Spitze knapp fünf Prozent auf 20,26 Dollar zu. Platin und Palladium zogen um jeweils mehr als zwei Prozent an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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